• 25.04.2013, 14:47:20
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Mitterlehner: "Konjunkturstütze Tourismus mit neuen Impulsen stärken"

3. Tourismuskonferenz von Bund und Ländern - Österreich wirbt um neue Gäste und Märkte - Zusätzliches Förderangebot für Betriebsübernehmer

Utl.: 3. Tourismuskonferenz von Bund und Ländern - Österreich wirbt
um neue Gäste und Märkte - Zusätzliches Förderangebot für
Betriebsübernehmer =

Bregenz (OTS/BMWFJ) - "Unsere vor drei Jahren gestartete
Tourismusstrategie hat sich hervorragend bewährt. Durch ein
abgestimmtes Vorgehen stärken wir Österreichs Position im
internationalen Wettbewerb und können unsere Marktanteile gemeinsam
ausbauen", sagte Wirtschafts- und Tourismusminister Reinhold
Mitterlehner am Donnerstag zum Auftakt der 3. Tourismuskonferenz in
Bregenz im Rahmen eines Pressegesprächs mit Vorarlbergs
Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser und Petra Stolba, der
Geschäftsführerin der Österreich Werbung.

"Der Tourismus hat die Krise besser überstanden als die meisten
anderen Branchen und ist eine wichtige Konjunkturstütze. Auf Basis
einer aktuellen Wifo-Einschätzung rechnen wir auch 2013 mit mehr
Gästen und Nächtigungen und vor allem mit einem Plus bei den
Umsätzen", so Mitterlehner. "Unsere Tourismusstrategie setzt die
richtigen Rahmenbedingungen: Auf dieser Basis erschließen unsere
Betriebe neue Angebote und Märkte und forcieren den
Ganzjahrestourismus", so Mitterlehner. Diese Entwicklung zeige sich
auch an den Rekorddaten der bisherigen Wintersaison. "Eine günstige
Feiertagskonstellation, gute Schneeverhältnisse und stimmige Angebote
festigen Österreichs Ruf als Wintersportdestination Nummer 1", so
Mitterlehner.

Österreich wirbt verstärkt mit Kultur um Gäste

Laut dem neuen Expertenbericht zur Tourismusstrategie kann Österreich
seine Marktanteile inmitten des stärkeren internationalen Wettbewerbs
halten und sind trotz des erreichten hohen Niveaus auch in Zukunft
moderate Wachstumsraten zu erwarten. "Voraussetzung dafür ist, dass
die Internationalisierung weiter vorangetrieben wird, die
Angebotsstruktur sich entsprechend ausrichtet und insbesondere Kurz-
und Kultururlauber verstärkt angesprochen werden", sagt Mitterlehner.
"Um unsere Wachstumspotenziale voll auszuschöpfen, soll daher auch
der Kulturtourismus eine Hauptrolle spielen. Mit der einzigartigen
Mischung aus Hochkultur, Sehenswürdigkeiten, Kulinarik, Brauchtum und
Lebenskultur hat Österreich hervorragende Chancen am Markt", so
Mitterlehner. "Zudem fördern wir auch den österreichischen Film als
Imageträger."

In diesem Sinne steht 2013 auch bei der Österreich Werbung im Zeichen
des Alleinstellungsmerkmals Städte und Kultur: "Insbesondere in
Fernmärkten wie Japan, China, USA und Australien aber auch in
Spanien, Frankreich und Italien setzen wir in der Marketingkampagne
einen Fokus auf Kultur. In Deutschland und der Schweiz gibt es dazu
zusätzlich Kurzreisekampagnen", so ÖW-Geschäftsführerin Petra Stolba.
Dank einer Förderung des Wirtschaftsministeriums kann die ÖW auch im
Inland einen Schwerpunkt setzen: "Hören.Schauen.Staunen. Kultur in
Stadt und Land." lautet der Titel der neuen Inlandskampagne, die bis
Mitte August läuft.

Zwtl. Neuer Übernehmerfonds bietet zinsfreien Kredit für
Betriebsübernehmer

Bei der 3. Tourismuskonferenz besprechen Bund und Länder auch die
Erleichterung von Betriebsübergaben. Bis 2020 stehen laut einer
Schätzung der KMU-Forschung Austria rund 2.000 Hotels in Österreich
zur Übergabe an, 80 Prozent davon sind Familienbetriebe. "Daher
wollen wir einen neuen Übernehmerfonds schaffen, der bei größeren
Investitionen anlässlich einer Betriebsübernahme hilft. Das soll
Investitionen und Innovationen unterstützen", so Mitterlehner.

Konkret erfolgt die Finanzierung über einen zinsfreien ERP-Kredit,
der von der Österreichischen Hotel- und Tourismusbank (ÖHT) in einer
Bandbreite von 350.000 bis zu einer Million Euro an Kreditvolumen
abgewickelt wird. Dabei übernimmt der Bund zur Besicherung die
Haftung für 80 Prozent der Kreditsumme, während die Länder in den
ersten zehn Jahren der Laufzeit den Zinsendienst übernehmen. Für
diese Unterstützung stehen zehn Millionen Euro zur Verfügung.

Zwtl. Chancen des E-Tourismus in Zukunft besser nützen

Ein wichtiger Schwerpunkt der Tourismuskonferenz liegt auf dem
Forcieren des E-Tourismus. Auf Basis einer vom Wirtschafts- und
Tourismusministerium bei der TU-Wien beauftragten Studie schlägt
Mitterlehner mehrere Stoßrichtungen zur weiteren Diskussion und
Abstimmung vor: "Österreich Werbung und Landestourismusorganisationen
könnten ihre Datenstruktur harmonisieren, um eine zentrale
Aufbereitung und Weiternutzung zu ermöglichen. Darüber hinaus soll
die ÖW-Homepage zur "Österreich-Suchmaschine" ausgebaut und alle
österreichischen buchbaren Online-Angebote für Gäste einfach und
direkt verfügbar gemacht werden", so Mitterlehner.

Vorarlberg als ideale Bühne für 3. Tourismuskonferenz

Vorarlberg bietet mit den Bregenzer Festspielen, der Schubertiade,
dem Kunsthaus, der vielfach ausgezeichneten und international
anerkannten Architektur, dem traditionellen Brauchtum sowie der
lebendigen zeitgenössischen Kulturszene die ideale Bühne für die
Tourismuskonferenz 2013, bei der Bund, Länder und Branchenvertreter
zusammenkommen. "Kulturtourismus hat in Vorarlberg einen hohen
Stellenwert, um Besuchern und Gästen ein vielfältiges, qualitativ
hochwertiges und abgerundetes Angebot bieten zu können. Insbesondere
mit dem Ziel der Forcierung des Ganzjahrestourismus werden unsere
Bestrebungen auch in Zukunft darauf ausgerichtet sein, die
Schnittstelle zwischen Kultur und Tourismus weiter zu stärken", sagt
Vorarlbergs Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser.

Kooperationen im touristischen Netzwerk, und dafür steht der
Tourismusstrategieprozess, sind enorm wichtig, um die
Wettbewerbsfähigkeit des Tourismusstandorts Österreich langfristig zu
sichern. Dazu Rüdisser: "Der von Bundesminister Mitterlehner
eingeleitete Strategieprozess mit jährlich stattfindenden
Tourismuskonferenzen hat sich in den vergangenen Jahren sehr bewährt.
In enger Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern wurden und werden
aufeinander abgestimmt touristische Handlungsfelder und Maßnahmen
erarbeitet, die eine wichtige Arbeitsgrundlage bilden. Strategische
Weichen werden gemeinsam gestellt."

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