- 25.04.2013, 12:26:46
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Zivildienst & Freiwilligengesetz: FSJ sieht in der Reform tollen Fortschritt, Lücken sind noch zu schließen
Wien (OTS) - "Wir begrüßen diese Weiterentwicklung im Bereich des
Freiwilligen Sozialjahres. Hier sind tolle Schritte gelungen, die
Öffnung des Rettungsdienstes für Frauen ist ein Durchbruch und die
Möglichkeit, ein FSJ anstelle des Zivildienstes abzuleisten, hebt die
Durchlässigkeit der beiden Systeme." Mit diesen Worten begrüßt die
Vorsitzende des Freiwilligen Sozialen Jahres, Mag.a Judit
Marte-Huainigg, die Neuerungen beim Zivildienst- und
Freiwilligengesetz.
Die Änderungen zeigten sehr deutlich eine größere Anerkennung des
FSJ seitens der Politik, zudem würden weitere
Entwicklungsmöglichkeiten eröffnet, freut sich Marte-Huainigg: "Das
deutlich gewachsene Interesse der jungen Menschen, ein Freiwilliges
Sozialjahr zu machen, beweist, dass das Freiwilligengesetz und die
Zuerkennung der Familienbeihilfe während des Einsatzes ein voller
Erfolg sind. Sozialminister Hundstorfer und Innenministerin
Mikl-Leitner beweisen mit dem heute präsentierten Paket
Lösungskompetenz und Interesse, die Rahmenbedingungen für das
Freiwillige Sozialjahr weiter zu verbessern."
Lücke bei den Ausbildungskosten schließen
Während die öffentliche Hand für die Zivildiener in Zukunft einen
Ausbildungsbeitrag leisten wird, ist das für das Freiwillige
Sozialjahr nicht geplant, das ist eine große Lücke.
Daher ortet die FSJ-Vorsitzende Handlungsbedarf bei den Kosten für
die Ausbildung: "Wir halten es für extrem wichtig, dass es nicht nur
beim Zivildienst, sondern auch beim Freiwilligen Sozialjahr einen
Ausbildungsbeitrag der Öffentlichen Hand gibt", betont
Marte-Huainigg. Denn derzeit müssten die Stellen, in denen die
TeilnehmerInnen am Freiwilligen Sozialjahr zum Einsatz kommen, nicht
nur die gesamten Sozialversicherungskosten und Taschengelder
finanzieren, sondern sie blieben zudem auch auf den kompletten
Ausbildungskosten sitzen. "In Deutschland wird das FSJ mit rund 200
Euro pro Person und Monat gefördert, in Österreich sind es gerade
einmal 28 Euro", kritisiert Marte-Huainigg.
Lückenschluss bei der Familienbeihilfe
Eine "reparaturbedürftige Ungerechtigkeit" ortet die Vorsitzende
des Freiwilligen Sozialen Jahres bei der Familienbeihilfe: "Wir
fordern die politischen Verantwortlichen dazu auf, die Lücken bei der
Familienbeihilfe zu schließen." Denn: "Während Zivildiener in den
Zeiten zwischen Ausbildung oder Lehre und Zivildienst
Familienbeihilfe erhalten und bei den Eltern mitversichert sind und
auch in einer etwaigen Ausbildungslücke danach diese Vorteile
genießen, fallen Absolventinnen und Absolventen des Freiwilligen
Sozialen Jahres derzeit um alle diese Vorteile um", betont
Marte-Huainigg: "Das ist unfair und gehört beseitigt." Auch die
Krankenanstalten sollten für FSJ-Einsätze geöffnet werden.
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