• 24.04.2013, 12:00:34
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Grüne Wien/Wurzer zu Töchtertag: Arbeitswelten jenseits von Beauty und Care kennenlernen

Mädchenförderung auf allen Ebenen notwendig

Utl.: Mädchenförderung auf allen Ebenen notwendig =

Wien (OTS) - "Jedes Mädchen soll den Beruf wählen, der seinen
Fähigkeiten und Interessen am besten entspricht", betont Martina
Wurzer, Frauensprecherin der Grünen Wien anlässlich des diesjährigen
Töchtertages am 25. April. "Dazu ist es notwendig, das breite
Spektrum an Möglichkeiten eröffnet zu bekommen. Der Wiener Töchtertag
ist eine gute Gelegenheit für tausende Mädchen, in Arbeitswelten
jenseits von Beauty und Care hineinzuschnuppern."

Am Wiener Töchtertag öffnen viele Betriebe ihre Büros, Werkstätten
und Labore und laden Mädchen ein, Berufe kennenzulernen, in denen
Frauen selten zu finden sind. "Ich sehe den Töchtertag als Türöffner,
um veraltete und einschränkende Rollenbilder und Berufsvorstellungen
zu durchbrechen. Das gilt für Eltern und LehrerInnen ebenso wie für
Betriebe und die Mädchen selbst. Ich freue mich, dass der Wiener
Töchtertag so zahlreich von Mädchen und Betrieben genützt wird", so
Wurzer.

In Anbetracht der beharrlichen geschlechtsspezifischen Segregation am
Arbeitsmarkt - 48 Prozent der weiblichen Lehrlinge sind in den drei
Lehrberufen Einzelhandel, Bürokauffrau und Frisörin zu finden - kann
nicht früh genug mit Mädchenförderung begonnen werden. Aktive
Mädchenförderung auf allen Ebenen ist notwendig, um das
Berufswahlspektrum zu erweitern. Wichtig ist, dass bestehende
Initiativen weitergeführt und ausgebaut werden.

Vor allem Betriebe müssen mädchen- und frauenfreundlicher werden.
Dazu gehört aus Sicht Wurzers, dass Mädchen und Frauen direkt
angesprochen werden, sich zu bewerben, es ein Qualitätsmanagement bei
der Ausbildung gibt, Frauenförderung in der Unternehmensstruktur und
-kultur verankert ist, die innerbetriebliche Arbeitsteilung
reflektiert wird, und dass es eine klare Haltung im Unternehmen zu
sexueller Belästigung und geschlechtsbezogener Diskriminierung gibt.
Es gibt viele good-practice-Beispiele, von denen Unternehmen lernen
können.

"Die guten Einkommensmöglichkeiten in technischen Berufen reichen als
Lockmittel für die Berufsentscheidung von Mädchen als Argument nicht
aus. Wenn nachhaltig mehr Mädchen in Technik und Handwerk arbeiten
sollen, brauchen wir eine strukturelle Verankerung von
gendersensibler Bildung ab dem Kindergarten und während der gesamten
Schullaufbahn. Von Vorteil wäre, wenn Berufsorientierungsunterricht
als eigenes Fach eingeführt werden würde. Es geht um den Abbau von
Barrieren in den Köpfen und der Etablierungeeiner frauenfördernden,
diskriminierungsfreien Betriebskultur", so Wurzer abschließend.

Martina Wurzer besucht morgen um 9.00 Uhr im Rahmen des Töchtertages
die DDSG Blue Danube. Unter dem Motto "Einmal Kapitänin sein" bieten
die DDSG allen interessierten Mädchen einen Einblick in spannende
Tätigkeiten am Schiff.

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