- 24.04.2013, 11:52:26
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uniko ad Medizin-Fakultät Linz: "Den Befürwortern fehlt realistische Basis"
Präsident Schmidinger mahnt, die Bedenken der Experten ernst zu nehmen
Utl.: Präsident Schmidinger mahnt, die Bedenken der Experten ernst
zu nehmen =
Wien (OTS) - Mit Verwunderung registriert die Österreichische
Universitätenkonferenz (uniko) die gestrigen Absichtserklärungen von
Regierungsseite, eine Medizinische Fakultät an der Universität Linz
einzurichten. Der Präsident der uniko, Rektor Heinrich Schmidinger,
sieht in dem Zusammenhang vor allem Finanzministerin Maria Fekter
gefordert, zu der nach wie vor ungeklärten Frage der Dotierung
Stellung zu nehmen. "Die Ministerin muss klar und deutlich sagen, aus
welchen Budgetmitteln der Bund die neue Medizinische Fakultät zu
finanzieren gedenkt", betont Schmidinger. "Bevor es diese Aussage
nicht gibt, fehlt dem Plan der neuen Fakultät die realistische Basis.
Abgesehen davon will die Ministerin vor der Finanzierung einer neuen
Medizinischen Fakultät das große Problem der Abdeckung des klinischen
Mehraufwandes an den drei Medizinischen Universitäten in Wien, Graz
und Innsbruck lösen. Auch darauf warten wir."
Ebenso erwartet sich Schmidinger eine seriöse Behandlung der
Bedenken und Argumente, die nicht nur von Seiten der uniko mehrfach
vorgetragen wurden. So habe erst kürzlich der Wissenschaftsrat,
immerhin das offizielle Beratungsorgan für die Politik und die
Universitäten, erklärt, dass er "keine Notwendigkeit" erkenne, die
Neugründung einer Medizinerausbildung auf akademischem Boden zu
forcieren. "Ich mahne ein, diese Bedenken ernst zu nehmen", erklärt
Schmidinger. Schließlich stehe die Frage einer Medizinischen Fakultät
in Linz auf der Agenda der Hochschulkonferenz, die Mitte Mai tagen
wird. Es mute daher seltsam an, so der uniko-Präsident, wenn die
Politik sich anschicke, schon vor der Behandlung des Themas und der
sorgfältigen Abwägung von Pro und Kontra vollendete Tatsachen zu
schaffen.
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