- 24.04.2013, 10:57:10
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VP-Leeb: Ewige Baustelle Wien Museum
Wien (OTS) - Gerne würde man sich auf den Ausstellungsbetrieb
konzentrieren, aber das fällt schwer, wenn man gleichzeitig vor einem
Bau steht, dessen Fassadenteile wegen Durchfeuchtung der Außenmauer
abgenommen werden mussten und der Setzungsrisse im Keller aufweist,
wie erst heute im Morgenjournal vom kaufmännischen Direktor des Wien
Museums Christian Kircher bestätigt wurde. Beiträge rund um
Ausstellungen des Wien Museums kommen mittlerweile nicht mehr ohne
einem Hinweis auf die seit bald drei Jahre dauernde Entscheidung über
einen möglichen Standort des Neubaus aus. Dabei wäre die Entscheidung
eigentlich nicht so schwer. Denn es gibt drei ganz sachliche
Faktoren, die für die Entscheidung ausschlaggebend sind. Der
städtebauliche, der kulturpolitische und der finanzielle Aspekt.
"Den größten gemeinsamen Nenner unter diesen drei Aspekten zu finden
ist die Herausforderung. Nicht mehr und nicht weniger. Was jüngst
allerdings rund um die Standortentscheidung für das Wien Museum Neu
passiert, hat wenig mit einer sachlichen Diskussion und Abwägung der
entscheidenden Faktoren zu tun. Es sind nicht kulturpolitische oder
städtebauliche Differenzen, sondern es geht um persönliche
Befindlichkeiten und interne Machtkämpfe", so ÖVP Wien
Kultursprecherin LAbg. Isabella Leeb.
So hat jüngst sogar der Bürgermeister entschieden, er werde sich
höchstpersönlich um die Standortentscheidung für das neue Wien Museum
kümmern. Das lässt wohl nur einen Schluss zu: Im zuständigen Ressort
wurde bis jetzt nicht professionell vorgegangen. Auch wolle man jetzt
Expertisen und Finanzierungsmodelle ausarbeiten. Allein, die gibt es
bereits. Selbst ein Expertensymposium wurde, zwar spät aber doch,
abgehalten.
"Unter solchen Umständen wird wohl kaum ein großer architektonischer
Wurf, für den man Wien bewundert und der es wert wäre, besucht zu
werden, entstehen. Wieder einmal leidet der Kulturstandort Wien und
nicht zuletzt das Wien Museum unter einer Stadtregierung, die es in
drei Jahren nicht einmal schafft, einen passenden Standort
auszuwählen. Und das hat nichts mehr mit Qualität, sondern nur mehr
mit Qual zu tun", so Leeb abschließend.
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