• 23.04.2013, 13:51:06
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Polnische Schweinshälften werden dank AT-Stempel zu "Alpenländischem Schweinfleisch"

Tiertransportinspektor darf nur tagsüber kontrollieren

Utl.: Tiertransportinspektor darf nur tagsüber kontrollieren =

Salzburg (OTS) - Eine weitere Forderung, die heute die Vertreter des
Team Stronach beim Pressegespräch in Salzburg erhoben, war jene nach
einer ehrlichen Kennzeichnung von Fleisch, wenn es aus dem
Schlachthof kommt.

In Österreich werden jährlich ca 5,2 Millionen Schweine geschlachtet,
davon kommt aber die Hälfte aus dem Ausland, bis hin etwa nach
Litauen. Das passiert, damit dieses Fleisch den begehrten AT-Stempel
erhält. So kann dann das Fleisch von in Polen oder Tschechien
aufgezogenen Tieren als "Fleisch aus den Alpen" vermarktete werden.
Das ist massive Täuschung der Konsumenten. Diese oftmals in der Nacht
angelieferten Tiere haben die Alpen nicht einmal gesehen. Apropos
"Nacht" in der Nacht können Tiertransporte nicht kontrolliert werden,
denn dazu muß der Tiertransportinspektor, der Landesbeamter ist,
anwesend sein, und der kann wegen der Regelung seiner Arbeitszeiten
nur tagsüber kontrollieren.

Leo Steinbichler, selbst Rinderbauer und Agrar-Experte des Team
Stronach, zeigte dann die Probleme für die Konsumenten an Hand einer
mitgebrachten Packung Schweinsschnitzel auf. Obwohl das Unternehmen
in der Werbung massiv den österreichischen Ursprung aller seiner
Waren bewirbt und das auch in der Aufmachung der Verpackung
unterstreicht, ist auf der Packung nicht nach zu lesen woher das
Fleisch stammt!

In die selbe Kerbe stieß beim Pressegespräch auch Helmut Naderer, der
aus seiner Arbeit bei der Polizei von solchen Mißständen weiß. Bei
den Inspektionen der Tiertransporte in den Schlachthof nach Salzburg
sind jede Menge ausländischer LKW dabei, die dann die frisch
geschlachteten Rinder- oder Schweinehälften auch gleich wieder
mitnehmen, allerdings versehen mit dem begehrten AT-Stempel. Naderer:
"Laut Informationen der Landwirte aus der Umgebung kann die Region
den Schlachthof pro Jahr mit maximal 20.000 Tieren beliefern.
Tatsächlich werden dort aber 80.000 Runder geschlachtet, die
mehrheitlich aus Osteuropa kommen, aufgezogen womöglich auf
irgendeiner Kolchose. Trotzdem wird die Tierhälfte mit dem AT-Stempel
versehen."

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | TSO

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