• 23.04.2013, 11:11:29
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  • OTS0117 OTW0117

Einladung zur Pressekonferenz der Refugees in Wien am 24.4.2013 um 11 Uhr

Stand des Refugeeprotests - drohende Abschiebungen, - Ausweitung der Bewegung und neue Initiativen

Utl.: Stand des Refugeeprotests - drohende Abschiebungen, -
Ausweitung der
Bewegung und neue Initiativen =

Wien (OTS) - Während Teile der österreichischen Politik und
Öffentlichkeit den Umzug ins Kloster als vermeintlich harmonisches
Ende betrachten, droht zahlreichen der am Protest beteiligten
Refugees die Abschiebung - vor allem nach Pakistan. Sowohl
Flüchtlinge als auch namhafte DiplomatInnen und VertreterInnen
humanitärer Organisationen weisen auf die sich von Jahr zu Jahr
verschlimmernde Bedrohung des Lebens in allen Landesteilen durch
Bürgerkrieg, Drohnenkrieg und Verfolgung seitens unterschiedlicher
Akteur_innen hin. Dennoch arbeiten österreichische Behörden daran,
die bilaterale Kooperation zur Abschiebung von Geflüchteten zu
intensivieren: Kürzlich wurden mindestens 25 Pakistaner_innen aus den
Bundesländern abgeschoben. Für 625 Personen, darunter Flüchtlinge aus
dem Servitenkloster, haben die Behörden bei der pakistanischen
Botschaf um Reisedokumente für Abschiebungen angesucht. Asylanträge
pakistanischer Staatsbürger_innen werden fast durchgängig negativ
beschieden. Das Innenministerium empfiehlt in Verkennung dortiger
Realitäten "freiwillige Rückkehr" nach Pakistan.

"Ich spreche aus eigener Erfahrung über Pakistan, aber bin mir
bewusst, dass Menschen aus Afrika, dem Kaukasus, dem Nahen Osten und
aus Lateinamerika ebenso um ihre Menschenrechte kämpfen. Wir stehen
solidarisch zusammen, weil wir wissen, dass die politischen Probleme
und die Mechanismen von Macht und Ungleichheit überall die selben
sind.", so Khan Adalat, einer der Refugeesprecher aus dem
Servitenkloster.

Bei der Pressekonferenz wollen die Geflüchteten zu den drohenden
Abschiebungen Stellung beziehen und der Behauptung einer angeblich
"sicheren Rückkehr" ihr eigenes Expertenwissen über die Verhältnisse
in ihren Herkunftsländern gegenüber stellen. Im Sinne der
transnationalen Charakters der Protestbewegung wollen sie aufzeigen,
dass die aktuelle Situation der Menschen im Servitenkloster Refugees
aus vielen Regionen der Welt betrifft. Darüber hinaus soll, ausgehend
von aktuellen politischen, kulturellen und universitären Initiativen,
ein Ausblick auf künftige Perspektiven der Protestbewegung, die
vielen verschiedene Beteiligten Sichtbarkeit geben soll, versucht
werden.

Tagesordnung für Pressekonferenz am Mittwoch, 24.4.2013, ab 11 Uhr,
im Servitenkloster

Sprecher: Shahjahan Khan, Mir Jahangir, Khan Adalat, Muhammad Numan,
Erin Clifford, Salaheddine, di Tutu Bukasa, Zoraida Nieto.

Paul Gulda: Übergabe einer Beschreibung der Situation in Pakistan aus
österreichischer NGO-Perspektive.

Moderation: Marissa Lôbo

Die Pressekonferenz findet in englischer Sprache statt. Im Anschluss
besteht die Möglichkeit zu Interviews mit Akteur_innen des
Refugeeprotests.

I. Situation des Flüchtlingsprotests aus der Perspektive der
Beteiligten knapp 2 Monate nach Auszug aus der Votivkirche
-Lebensumstände im Servitenkloster, Verhaltens von Kirche und
Caritas, aus Sicht der Flüchtlingsaktivisten
-"Stille Repression" durch Polizei und Behörden

II. Drohende Abschiebungen am Beispiel Pakistan
-Stattgefundene Abschiebungen von mindestens 25 pakistanischen
Flüchtlingen aus den Bundesländern
-Ansuchen der österreichischen Behörden um 625 Reisedokumente, u.a.
für Flüchtlinge aus dem Servitenkloster, bei der pakistanischen
Botschaft für Abschiebungen / erzwungene Rückkehrmaßnahmen
-Bemühen österreichischer Behörden um verschärfte bilaterale
Kooperationen (z.B. Pakistan, Afghanistan) bei Abschiebungen

III. Wovor sind wir geflüchtet? Wohin können wir nicht zurück?
-Die Kriegsgebiete Pakistan und Afghanistan aus der Sicht
geflüchteter und österreichischer ExpertInnen
-Asylwesen als Flüchtlingsabwehr: Von unqualifizierten Übersetzungen
und anderen Systemfehlern

IV. Ausschluss von Migrant_innen aus dem öffentlichen Raum.
Warum ist es wichtig, dass wir nach draußen gehen und Teil der
Bewegung sind. (Erin Clifford)

V. Ausblick auf Aktivitäten und Zukunftsperspektiven
-Ausbildungszugang für AsylwerberInnen: Warum kleine Schritte nicht
genug sind
-Deutschkurse, Lehrveranstaltungen, Filmscreenings: Die
Flüchtlingsprotestbewegung als Bildungsarbeit von unten
-Was wir von der österreichischen Öffentlichkeit und ihren
prominenten RepräsentantInnen erwarten
-Statement: Die Bewegung ist nicht vorbeit (Salaheddine)

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | OHW

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