- 19.04.2013, 14:40:39
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KGZE: Christlich-soziale Werte bewegen Europa - vom Fall des Eisernen Vorhangs bis zur Bewältigung der Finanzkrise
25. Konferenz für gewerkschaftliche Zusammenarbeit in Europa in Wien eröffnet
Utl.: 25. Konferenz für gewerkschaftliche Zusammenarbeit in Europa
in Wien eröffnet =
Wien (OTS/FCG) - Seit 25 Jahren bietet die Konferenz für
gewerkschaftliche Zusammenarbeit in Europa ein Forum für christliche
Gewerkschafter/innen aus ganz Europa, um den sozialen Dialog in den
einzelnen Staaten, aber auch in Europa zu fördern und die europäische
Integration durch Vertiefung der Beziehungen untereinander weiter
voranzutreiben. Anlässlich des Jubiläums konnte der Vorsitzende des
Österreichischen Zentrums für Arbeitnehmerbildung, ÖGB-Vizepräsident
und FCG-Bundesvorsitzender Dr. Norbert Schnedl, gestern, Donnerstag,
mehr als 160 Teilnehmer/innen aus 23 europäischen Staaten und als
besondere Ehrengäste EU-Kommissar Dr. Johannes Hahn, Vizekanzler Dr.
Michael Spindelegger, Zweiten Nationalratspräsidenten Fritz
Neugebauer sowie den Hohen Repräsentanten der Vereinten Nationen in
Bosnien und Herzegowina, Dr. Valentin Inzko, bei der feierlichen
Eröffnung in der Wiener Hofburg begrüßen. ****
In ihren einführenden Worten spannten die Festredner einen weiten
Bogen von den Anfängen der Zusammenarbeit der Christgewerkschafter
vor und hinter dem Eisernen Vorhang bis zu den Herausforderungen, vor
die die derzeitige internationale Wirtschafts- und Finanzkrise
Staaten und Gesellschaft stellt. Vizekanzler Dr. Michael Spindelegger
betonte, dass es abseits allen Krisengeredes wieder in den
Vordergrund zu stellen gelte, welch große Chancen die Europäische
Union den Bürger/innen bietet: "Wir haben versprochen, dass alle, die
dies wollen, auch die Chance bekommen, an diesem Prozess teilzuhaben
- und dazu stehen wir", so der Vizekanzler. Letztlich bliebe die EU
Friedensprojekt aus sicherheits- wie auch wirtschaftspolitischer
Hinsicht, und fest stehe heute: In der Europäischen Union "ist Friede
unumkehrbar".
EU-Kommissar Dr. Johannes Hahn betonte in seinen einleitenden Worten
die große Wichtigkeit starker gewerkschaftlicher Zusammenarbeit auch
auf europäischer Ebene, die als "Spiegelbild und Gegengewicht" zu den
großen Wirtschaftsverbänden von großer Bedeutung seien. Gerade bei
den wesentlichen neuen Regelungsmechanismen in der Europäischen Union
wie etwa den kürzlich beschlossenen Regelungen über den Bankensektor
sei sozialer Dialog für Zustandekommen und Funktionieren
unerlässlich.
Der Zweite Nationalratspräsident und Vorsitzende der Gewerkschaft
Öffentlicher Dienst, Fritz Neugebauer, erinnerte in seinen Worten an
die Erfolge, die die christliche Gewerkschaftsbewegung in
konsequentem Handeln für den europäischen Integrationsprozess
erreichen konnte, von der Zusammenarbeit bereits kurz nach der
Spaltung Europas über die Unterstützung der polnischen Solidarnosc
bis hin zur Unterstützung der christlichen Gewerkschaften am
Westbalkan, die heute den Schwerpunkt der Zusammenarbeit bilde. Aus
den Erfahrung ergebe sich klar: "Es gibt keine Freiheit ohne
Solidarität", und diese Botschaft sei nicht nur Konklusio, sondern
vor allem Handlungsauftrag: "Sozialer Dialog ist nie abgeschlossener
Prozess, sondern muss gepflegt und immer wieder neu vorangetrieben
werden", so Neugebauer.
ÖGB-Vizepräsident Schnedl machte in seiner Rede auf die
geschichtlichen Hintergründe der Konferenz aufmerksam. "Freie
Gewerkschaften sind die Garanten für Freiheit, die Achtung der
Menschenrechte, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Deswegen war
dieser historische Prozess und die Gründung der KGZE so wichtig.
Wesentlicher Initiator zur Gründung der KGZE war Ing. Günter
Engelmayer", so Schnedl. Abschließend verwies er auf die Tatsache,
dass sich die KGZE speziell durch die Initiative von Fritz
Neugebauer, zu dieser erfolgreichen Institution entwickeln konnte.
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