• 19.04.2013, 11:28:16
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"Orientierung" am 21. April: Papst startet Reformen

Außerdem: Kardinal Maradiaga wird wichtiger Papst-Berater

Utl.: Außerdem: Kardinal Maradiaga wird wichtiger Papst-Berater =

Wien (OTS) - Christoph Riedl präsentiert im ORF-Religionsmagazin
"Orientierung" am Sonntag, dem 21. April 2013, um 12.30 Uhr in ORF 2
folgende Beiträge:

Papst startet Reformen: Neues "Direktorium" steht ihm zur Seite

Von einer "Revolution im Vatikan" war dieser Tage zu lesen, etwas
vorsichtiger formuliert auch von "Umwälzungen", die Papst Franziskus
in Gang gebracht hat. Der Anlass: die Einrichtung eines
Kardinalsdirektoriums, eines "Kronrats" mit acht Kardinälen aus fünf
Kontinenten. Ihre schwierige Aufgabe: die in Verruf geratene Kurie zu
reformieren und dem Papst beratend zur Seite zu stehen. Ein erstes
Treffen der acht Kardinäle ist für Anfang Oktober geplant. Die
Weichen für die römisch-katholische Kirche könnten neu gestellt
werden. Ein Bericht von Mathilde Schwabeneder.

"Anwalt der Armen": Kardinal Maradiaga wird wichtiger Papst-Berater

Er war 2005 als aussichtsreicher "Papst-Kandidat" im Gespräch, hat
sich als Schirmherr der Entschuldungskampagne im Jahr 2000 und als
Präsident der Caritas Internationalis einen Namen gemacht: der
honduranische Kardinal Oscar Andres Rodriguez Maradiaga. Als
Koordinator des neuen "Direktoriums" an der Seite von Papst
Franziskus darf er sich nun neuen Herausforderungen widmen: der
Reform der Apostolischen Konstitution Pastor Bonus, die wesentliche
Aufgaben der Kurie regelt. Der 71-jährige Erzbischof von Tegucigalpa
gilt nicht nur als sozial engagiert, sondern auch als vielseitig
interessiert, hat er doch neben Theologie u. a. auch Philosophie und
Psychologie (u. a. in Innsbruck) studiert, besitzt den Pilotenschein
und spielt Klavier und Saxophon. Klaus Ther berichtet.

Ende des "gerechten Krieges": 50 Jahre Friedensenzyklika Pacem in
terris

Im April 1963 - nur wenige Monate nach dem Ende der Kubakrise, die
die Welt an den Abgrund eines möglichen Atomkriegs geführt hatte -
veröffentlichte Papst Johannes XXIII. die Enzyklika Pacem in terris
("Über den Frieden auf Erden"). Darin forderte er ein Ende des
Wettrüstens und lehnte den Krieg als Mittel der Politik ab. Damit
verabschiedete sich die römisch-katholische Kirche auch von der Lehre
vom gerechten Krieg, die sie Jahrhunderte lang vertreten hatte. Ein
zweiter Meilenstein: In Pacem in terris erkannte Papst Johannes
XXIII. die Menschenrechte an, lange Zeit Gegenstand erbitterten
Widerstandes vonseiten der römisch-katholischen Kirche. Weitere
wichtige Themen des päpstlichen Rundschreibens: Gleichheit der
Geschlechter, Gleichheit der Völker und Gemeinwohl. Ein Bericht von
Maria Katharina Moser.
Im "Orientierung"-Schaltgespräch über "50 Jahre Enzyklika Pacem in
terris": Roman A. Siebenrock, Professor für Dogmatik an der
Theologischen Fakultät der Universität Innsbruck.

Tätige Nächstenliebe gefragt: Die kritische Stimme der Caritas

Leistbare Mieten, Grundsicherung, Altenpflege, der menschenwürdige
Umgang mit Asylsuchenden: Es gibt kaum ein soziales Thema, zu dem die
Caritas Österreich nicht ihre Stimme erhebt, Probleme aufzeigt und
deren Lösung einfordert. Als "Hauptstimme" fungiert dabei seit 18
Jahren der Präsident der Caritas Österreich, Franz Küberl. Der
Caritas-Präsident, der dieser Tage seinen 60. Geburtstag feiert,
steht für die Verknüpfung von Glaube und Politik. Ein Thema, das auch
eine Veranstaltung unter dem Titel "Christliches Engagement in einer
pluralen Gesellschaft" aufgreift, die am Freitag in Wien stattfindet.
Die "Orientierung" blickt aus diesem Anlass auf einige der großen
Themen, denen sich die Caritas in den vergangenen 18 Jahren
wiederholt gewidmet hat: Entwicklungszusammenarbeit, Armut, Asyl und
Altenpflege. Marcus Marschalek berichtet.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der
Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand
abrufbar.

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