- 18.04.2013, 14:35:33
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Bosnien-Herzegowina: Präsident Radmanovic bei WKÖ-Wirtschaftsforum
Leitl: Interesse von bosnisch-herzegowinischer Seite an Dualer Ausbildung und österreichischer Sozialpartnerschaft werden künftig Themen eines intensiven Dialogs sein
Utl.: Leitl: Interesse von bosnisch-herzegowinischer Seite an Dualer
Ausbildung und österreichischer Sozialpartnerschaft werden
künftig Themen eines intensiven Dialogs sein =
Wien (OTS/PWK243) - Im Rahmen seines offiziellen Besuchs in
Österreich nahm der Vorsitzende des Staatspräsidiums von
Bosnien-Herzegowinas, Nebojsa Radmanovic, heute (Donnerstag) am
Wirtschaftsforum "Bosnien-Herzegowina - Österreich" teil. Radmanovic
wurde von einer hochrangigen Wirtschaftsdelegation begleitet.
"Österreich ist seit vielen Jahren größter Investor in
Bosnien-Herzegowina. Weit mehr als eine Milliarde Euro haben
österreichische Unternehmen bereits im Land investiert", betonte
WKÖ-Präsident Christoph Leitl in seiner Eröffnungsrede. Der
Finanzsektor wird rot-weiß-rot dominiert, dasselbe gilt für die
Baumaterialbranche. Leitl: "Österreichische Unternehmen sind aber
auch in zahlreichen anderen Branchen Marktführer. Bei den fast 200
österreichischen Niederlassungen sind über 6.000 Arbeitnehmer
beschäftigt." Auch der bilaterale Außenhandel entwickelt sich positiv
und hat im abgelaufenen Jahr ein Volumen von 731 Mio. Euro erreicht.
Von bosnisch-herzegowinischer Seite gesehen steht Österreich als
Handelspartner exportseitig an fünfter und importseitig an achter
Stelle.
Präsident Radmanovic äußerte sein großes Interesse am
österreichischen Modell der Sozialpartnerschaft sowie an den
erfolgreichen Maßnahmen Österreichs im Bildungssektor, die zur
niedrigsten Jugendarbeitslosenrate innerhalb Europas führten. Leitl:
"Diesbezüglich haben wir einen intensiven Informationsaustausch
vereinbart. Die österreichischen Sozialpartner haben in diesem
Zusammenhang angeboten, nach Bosnien-Herzegowina zu kommen, um die
Maßnahmen der Sozialpartner zur Jugendbeschäftigung sowie das
Sozialpartnermodell an sich und über die Erfahrungen damit in
Österreich zu berichten und zu diskutieren."
Hauptthema des Forums waren Geschäfts- und
Investitionsmöglichkeiten in Bosnien-Herzegowina für österreichische
Unternehmen. Bosnien-Herzegowina ist mit 10% Körperschafts- und
Einkommenssteuer ein Niedrigsteuerland. "Das Land verfügt über gut
ausgebildete Fachkräfte und ist auch bei den Lohnkosten gegenüber
seinen Nachbarländern konkurrenzfähig. Aus diesen Gründen und
aufgrund der zahlreichen Freihandelsabkommen (CEFTA, Türkei,
Interimsabkommen mit der EU) ist Bosnien-Herzegowina ein attraktiver
Wirtschaftsstandort", so der österreichische Wirtschaftsdelegierte
aus Sarajewo, Sigmund Nemeti. Chancen für österreichische Unternehmen
gibt es derzeit insbesondere beim Ausbau der Verkehrsinfrastruktur
und in den Bereichen Energie und Umweltschutz. Auch die
Industriemodernisierung wird in den nächsten Jahren eine zunehmend
wichtige Rolle spielen. (BS)
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