- 18.04.2013, 14:27:10
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Mitterlehner: Österreich unterzeichnet Teilnahmevertrag für EXPO 2015 in Mailand
EXPO ist wichtige Plattform für Österreichs Wirtschaft - Neuer EXPO-Regierungskommissär Josef Pröll unterfertigte Vertrag in Mailand - Leitl erwartet Schub für Export
Utl.: EXPO ist wichtige Plattform für Österreichs Wirtschaft - Neuer
EXPO-Regierungskommissär Josef Pröll unterfertigte Vertrag in
Mailand - Leitl erwartet Schub für Export =
Mailand/Wien (OTS/BMWFJ/WKO) - Auf Vorschlag von Wirtschaftsminister
Reinhold Mitterlehner hat die Bundesregierung den früheren
Vizekanzler Josef Pröll zum Regierungskommissär für die
Weltausstellung EXPO 2015 in Mailand bestellt. In dieser Funktion hat
Pröll heute, Donnerstag, in Mailand den entsprechenden
Teilnahmevertrag der Republik Österreich unterzeichnet. "Die EXPO ist
eine hervorragende Plattform, um die Leistungskraft der
österreichischen Wirtschaft bei unserem zweitwichtigsten
Handelspartner zu präsentieren", betont Mitterlehner. "Darüber hinaus
widmet sich die Weltausstellung mit dem Generalthema 'Feeding the
Planet, Energy for Life' und der starken Ausrichtung auf Ökologie und
Nachhaltigkeit mehreren entscheidenden Zukunftsthemen. Durch ihr
weltweit anerkanntes Know-how bei Öko-Innovationen, Lebensmitteln und
Kulinarik können unsere Exportunternehmen von dieser Weltausstellung
besonders profitieren und damit künftig noch mehr Arbeitsplätze im
Inland schaffen", so Mitterlehner.
Die italienischen Veranstalter erwarten sich 30 Millionen Besucher
und einen Konjunkturschub für die Wirtschaftsmetropole Mailand sowie
Norditalien allgemein. "Der EXPO-Zuschlag hat bereits ein Milliarden
schweres Investitionsprogramm für die Region in Gang gesetzt. Neben
der Entwicklung des Ausstellungsgeländes selbst stehen umfangreiche
Infrastrukturprojekte, die Modernisierung der bestehenden
Tourismusstruktur sowie innovative Mobilitätsprogramme zur
Realisierung an. Österreichische Firmen werden doppelt profitieren.
Einerseits von den Investitionsprojekten, die rund um die Gestaltung
der EXPO initiiert werden. Andererseits durch die Präsentation
österreichischer Produkte und Dienstleistungen im Rahmen der EXPO
selbst. Ein breites positives Image bei den Besuchern wird
gleichzeitig einen Schub bei unseren Exportaktivitäten herbeiführen",
betont Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl.
Der österreichische EXPO-Pavillon soll das Generalthema Ernährung &
Energie auch im Architekturprojekt widerspiegeln. Dazu betont
Regierungskommissär Pröll: "Die Ausstellungsbesucher sollen bekannte
Elemente des allgemeinen Österreich-Bildes wieder finden und
gleichzeitig Neues und Überraschendes erfahren. Beim Verlassen der
'Erlebniswelt Österreich' soll das vorhandene Österreich-Bild des
Ausstellungsbesuchers in einigen Ausprägungen weiterentwickelt worden
sein." Unterzeichnet wurde der Teilnahmevertrag heute von
Regierungskommissär Pröll sowie von italienischer Seite durch
Giuseppe Sala (CEO der Expo-Gesellschaft) im Beisein der
österreichischen Generalkonsulin Sigrid Berka und dem
österreichischen Wirtschaftsdelegierten Michael Berger sowie dem
Projektleiter Rudolf Ruzicka.
Italien ist Österreichs zweitwichtigster Handelspartner mit einem
Handelsvolumen von rund 16,6 Milliarden Euro im Jahr 2012 und einem
Exportvolumen von rund 8,4 Milliarden Euro, was einem Anteil an den
österreichischen Gesamtexporten von rund sieben Prozent entspricht.
Mit der Unterzeichnung des Teilnahmevertrags an der Expo sichert sich
Österreich für den Ausstellungszeitraum von 1. Mai 2015 bis 31.
Oktober 2015 eine rund 2.000 Quadratmeter große, zentral gelegene
Parzelle in Nachbarschaft zu Deutschland, der Schweiz sowie zum
Gastgeberland Italien. Für den Österreich-Pavillon werden jetzt
interdisziplinäre Teams zu einem Ideenwettbewerb eingeladen, dessen
Ergebnisse in einen Realisierungswettbewerb fließen. Das
Siegerprojekt sollte bis Ende 2013 feststehen.
Positive Bilanz der EXPO 2010 in Shanghai
Schon die österreichischen Beteiligungen an den vorangegangenen
Weltausstellungen haben den Wirtschaftsstandort Österreich gestärkt:
So konnte durch die EXPO-Beteiligung 2010 in Shanghai die dort
herrschende Aufbruchsstimmung von der österreichischen
Exportwirtschaft optimal genutzt werden, wie die Exportsteigerungen
von 39 Prozent im Jahr 2010 belegen. Aber auch die Anzahl
chinesischer Touristen, die Österreich besuchten, ist seit der Expo
deutlich gestiegen. 2010 kamen rund 20 Prozent mehr chinesische
Touristen nach Österreich, 2011 stieg die Besucheranzahl sogar um 43
Prozent und 2012 um 36 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Bei der EXPO
2015 handelt es sich um die zweite Weltausstellung, welche die Stadt
Mailand ausrichtet. Die erste fand vor mehr als hundert Jahren 1906
statt und beschäftigte sich mit dem Thema "Verkehr". Österreich war
schon bei diesem Event mit umfangreicher Präsenz vertreten.
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