• 18.04.2013, 11:47:22
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Erfolgsmodell KFZ-Schlichtungsstelle

Seit 2004: 444 Schlichtungen und 500.000 Euro Ersparnis für AutofahrerInnen und Werkstätten

Utl.: Seit 2004: 444 Schlichtungen und 500.000 Euro Ersparnis für
AutofahrerInnen und Werkstätten =

St. Pölten (OTS/AKNÖ) - "Mir wern kan Richter brauchen" - diese
Redensart setzt die KFZ-Schlichtungsstelle seit 2004 in die Tat um.
Die von AKNÖ und WKNÖ betriebene Einrichtung bringt Streitfälle
zwischen AutobesitzerInnen und KFZ-Betrieben zu einem gütlichen Ende.
WKNÖ-Präsidentin KR Sonja Zwazl und AKNÖ-Präsident Hermann Haneder
zogen heute bei einer Pressekonferenz im WIFI St. Pölten Bilanz über
die bisherige Arbeit der Schlichtungsstelle: 444 Schlichtungsfälle
sowie 500.000 Euro Ersparnis für AutofahrerInnen und Werkstätten.

In Niederösterreich gibt es über eine Million zugelassene PKW und
rund 1.400 aktive Reparaturbetriebe. Daher ist es nicht
verwunderlich, dass es zwischen AutobesitzerInnen und Betrieben auch
einmal zu Streitigkeiten nach Autoreparaturen oder dem Autokauf
kommen kann. Rund 15.000 Beschwerden über mangelhafte Autoreparaturen
oder Probleme nach dem Autokauf hat die AKNÖ-Konsumentenberatung seit
dem Start der KFZ-Schlichtungsstelle im Jahr 2004 registriert.
Deshalb sind die Dienste der KFZ-Schlichtungsstelle, das betonen
sowohl WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl als auch AKNÖ-Präsident Hermann
Haneder, nicht nur für die KonsumentInnen, sondern auch für die
niederösterreichischen KFZ-Betriebe von Bedeutung. "Die meisten der
15.000 Beschwerden konnten durch ein Telefonat unserer
Konsumentenberatung mit der KFZ-Werkstätte gelöst werden. Fälle, die
telefonisch nicht gelöst werden konnten, mussten in der
KFZ-Schlichtungsstelle behandelt werden", berichtet AKNÖ-Präsident
Hermann Haneder. WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl hebt vor allem die
Vermittlerfunktion hervor: "Mit ihrer Mediationsfunktion schafft die
Schlichtungsstelle eine Win-Win-Situation für Betriebe und
Konsumenten. Beide kommen zu einer schnellen Entscheidung und
ersparen sich unnötige Prozesskosten. Und auch der Staat gewinnt,
denn jeder Prozess, der vermieden wird, erspart auch der Justiz
einiges an Kosten." Zwazl und Haneder betonten auch, dass man am
Beispiel der KFZ-Schlichtungsstelle sieht, wie gut
sozialpartnerschaftliche Lösungen funktionieren können.

8 Jahre Schlichtungsstelle - eine Bilanz

- Seit ihrer Gründung im Jahr 2004 wurde die Schlichtungsstelle 444
Mal eingeschaltet.
- In 207 Fällen konnte eine Einsparung von rund 494.000 Euro erzielt
werden, in den meisten anderen Fällen kam es zu einer Einigung, die
nicht mit Geld bewertbar war.
- 144 Mal war eine Begutachtung vor Ort notwendig.
- Die an die KonsumentInnen rückerstatteten Kosten beliefen sich von
60 Euro für Reifenreklamationen bis zum Extremfall von 18.000 Euro,
etwa nach einer Rückabwicklung eines Kaufvertrages für einen
gebrauchten Geländewagen.
- Rund 70 Prozent aller Schlichtungsfälle kamen aus dem südlichen
Niederösterreich.
- Die meisten Schlichtungen betrafen Garantie und
Gewährleistungsansprüche. Hauptsächlich handelte es sich um
mechanische Gebrechen. Elektronikprobleme sind in den letzten Jahren
aber immer häufiger Grund für Schlichtungen gewesen.

Wie funktioniert die Schlichtungsstelle?

Ziel der KFZ-Schlichtungsstelle ist es, außergerichtliche Einigungen
zwischen Kunden und KFZ-Werkstätten herbeizuführen. Beide Parteien
bringen dazu beim Termin in der Schlichtungsstelle den ExpertInnen
und JuristInnen von Arbeiter- und Wirtschaftskammer ihren Fall vor.
Ein Gutachter ist ebenfalls vor Ort, um das Fahrzeug zu besichtigen.
Beim Termin zählen nicht nur die Fakten, sondern auch das
psychologische Einfühlungsvermögen der ExpertInnen. Denn anfangs
prallen oft die unterschiedlichen Sichtweisen der erhitzten Gemüter
aufeinander. Meist kommt es jedoch zu einer gütlichen Einigung. "Die
Schlichtungsstelle zeigt vor, dass mit gutem Willen und
Menschenverstand Probleme oft schneller und unkomplizierter zu lösen
sind als mit aufgeblähten bürokratischen Verfahren", so
WKNÖ-Präsidentin Zwazl. Im Regelfall können die Beschwerdefälle so
außergerichtlich gelöst werden. "Nicht jeder kann Recht haben, jeder
gibt etwas nach und erspart sich damit viel Ärger, Zeit und Geld",
erklärt AKNÖ-Präsident Haneder das Erfolgsrezept der
Schlichtungsstelle. Die Schlichtung durch die ExpertInnen der AKNÖ
und WKNÖ ist kostenlos. Kosten fallen nur dann an, wenn Betriebe oder
KonsumentInnen ein Sachverständigengutachten anfordern.

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