• 18.04.2013, 11:01:23
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  • OTS0093 OTW0093

Asfinag: 220 Einsatzkräfte üben im Katschbergtunnel den Ernstfall

Katastrophenszenario mit zwei Karambolagen und brennendem Lkw mitten im Tunnel

Utl.: Katastrophenszenario mit zwei Karambolagen und brennendem Lkw
mitten im Tunnel =

Klagenfurt (OTS) - Ein Lkw gerät im Katschbergtunnel in Fahrtrichtung
Salzburg ins Schleudern und stellt sich quer, ein nachfolgender Pkw
ist zu knapp dran und kann daher nicht mehr rechtzeitig bremsen, es
kommt zur Kollision, die Fahrzeuge beginnen zu brennen und in Folge
knapp dahinter kommt es zu einer Karambolage von vier weiteren Pkw.
Das ist das Szenario, mit dem morgen, Freitagabend, etwa 200
Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehren, Rotes Kreuz, Behörden und
ASFINAG konfrontiert sein werden. Zum Glück ist es nur eine Übung,
die allerdings in Echtzeit läuft. Ziel ist es zu eruieren, wie
Alarmierungskette und Zusammenarbeit funktionieren und wie viel Zeit
die einzelnen Organisationen benötigen, um vor Ort einsatzbereit zu
sein - denn im Ernstfall zählt jede Minute.

Vorbereitet wird diese Szenerie in Fahrtrichtung Salzburg ab 20
Uhr abends, der Tunnel muss dafür gesperrt werden, in Folge auch die
Fahrtrichtung Villach ab 20.45 Uhr, weil die "Verletzten" über die
Querschläge und die zweite nicht verrauchte Tunnelröhre geborgen
werden.

Und um Punkt 21 Uhr geht es los - bei der
ASFINAG-Überwachungszentrale St. Michael geht der Alarm ein, weil
ein Unfallbeteiligter im Tunnel die nächstgelegene
Notrufeinrichtungen betätigte.

Einsatz mit schwerem Atemschutzgerät

Danach sollte alles wie am Schnürchen laufen. Die
ASFINAG-Überwachungszentrale schaltet den Tunnel auf "Rot" und hält
damit den Verkehr an. Zugleich werden alle Einsatzorganisationen der
Umgebung alarmiert, darunter auch die Feuerwehr mit schwerem
Atemschutzgerät ...

An der Übung beteiligt sind die Feuerwehren von Rennweg, St.
Peter/O., Gmünd, Spittal, St. Michael, Eisentratten und Trebesing,
Das Rote Kreuz von Spittal und Lungau, Einsatzkräfte von Polizei und
ASFINAG sowie die zuständigen Mitarbeiter der
Bezirkshauptmannschaften Tamsweg und Spittal. Zwei Einsatzleitungen
werden eingerichtet - eine im Krisenraum der Autobahnmeisterei St.
Michael, die zweite vor Ort im ASFINAG-Betriebsgebäude am Südportal
des Tunnels. Insgesamt werden knapp 220 Personen den Ernstfall üben.
Darunter auch zehn so genannte Figuranten von Feuerwehr und Rotem
Kreuz, die als "Verletzte" entsprechend geschminkt und dann wie im
Ernstfall "gerettet" werden.

Spätestens um Mitternacht ist Tunnel frei

Der Tunnel wird so schnell wie möglich wieder für den Verkehr
geöffnet - die Richtungsfahrbahn Villach sollte gegen 23 Uhr wieder
befahrbar sein, die "Unfallröhre" in Richtung Salzburg nach Räumung
und Reinigung der "Unfallstelle". Die Freigabe erfolgt nach einer
Kontrollfahrt der Polizei und des ASFINAG-Streifendienstes
voraussichtlich aber spätestens um Mitternacht.

Großübungen sind per Gesetz vorgeschrieben

Übungen dieser Art sind nicht nur sinnvoll, weil es im Fall des
Falles lebensrettend sein kann, dass Einsatzorganisationen
aufeinander eingespielt sind und auch die Einrichtungen in der
Tunnelanlage (etwa Löschwasseranschlüsse) kennen, sondern auch per
Gesetz vorgeschrieben. Laut Straßentunnelsicherheitsgesetz müssen
Tunnelanlagen mit einer Länge über 500 Metern alle fünf Jahre in
entsprechender Größenordnung beübt werden.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | ASF

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