- 17.04.2013, 11:58:04
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Rauch: Es braucht eine österreichweite Anti-Drogen-Strategie
Gesundheitsminister gefordert - Bundesweite Evaluierung der Substitutions-Therapie notwendig
Utl.: Gesundheitsminister gefordert - Bundesweite Evaluierung der
Substitutions-Therapie notwendig =
Wien, 17. April 2013 (ÖVP-PD) "Drogenmissbrauch ist kein
Kavaliersdelikt. Wir müssen alles unternehmen, um Kinder und
Jugendliche von Drogen fernzuhalten", so ÖVP-Generalsekretär Hannes
Rauch, der weiters festhält: "In der Therapie spricht sich die ÖVP
klar für die Verwendung von Substitutionsmitteln aus, wenn die
Medikamente und deren Einnahme streng kontrolliert wird. Es kann
nicht sein, dass ein drogenabhängiger Mensch große Mengen von
Substitutionsmedikamenten ausgehändigt bekommt." Es brauche dazu
nun eine österreichweite Anti-Drogen-Strategie. "Denn Österreich
ist das einzige EU-Land, das über kein nationales Strategiedokument
verfügt. Hier ist Gesundheitsminister Stöger gefordert", betont der
ÖVP-Generalsekretär. ****
"Wir müssen diese Diskussion rasch und ohne Scheuklappen
führen", sagt Hannes Rauch. "Der Gesundheitsminister muss erklären,
warum es bei retardierten Morphinen ein eklatantes Ost-West-Gefälle
gibt. Eine bundesweite Evaluierung der Substitutions-Therapie
bleibt er schuldig. Vorarlberg zeigt vor, dass eine Therapie auch
mit weniger retardierten Morphinen möglich ist." In Wien kommen bei
mehr als 60 Prozent der Therapien diese Ersatzstoffe zum Einsatz,
im westlichsten Bundesland sind es nur 16 Prozent. "Der Erfolg gibt
Vorarlberg recht: Die Zahl der Heroinsüchtigen sinkt." Viel zu oft
werden zum Beispiel in Wien Suchtkranke nur mit Substituten
versorgt, erhalten aber keine entsprechende Betreuung und Therapie.
"Das Ziel muss sein: Weg von der reinen Versorgung mit
Ersatzstoffen, hin zu mehr Therapieplätzen und menschlicher
Betreuung. Wir dürfen nicht zulassen, dass junge Menschen in den
Drogenkonsum abrutschen und sich damit Chancen und Möglichkeiten
verbauen", erklärt Hannes Rauch, und abschließend: "Innenministerin
Johanna Mikl-Leitner setzt die richtigen Schritte. Die präventiven
Maßnahmen stehen im Mittelpunkt ihrer Tätigkeit. Nun ist der
Gesundheitsminister aufgerufen, eine österreichweite Anti-Drogen-
Strategie auszuarbeiten."
Rückfragehinweis: ÖVP Bundespartei, Abteilung Presse und Medien,
Tel.:(01) 401 26-420; Internet: http://www.oevp.at,
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