• 17.04.2013, 11:52:34
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Korun: Staatsbürgerschaftsreform soll Geburtslandprinzip wie in Deutschland einführen

Hier aufgewachsene Kinder nicht zu "Ausländern" machen

Utl.: Hier aufgewachsene Kinder nicht zu "Ausländern" machen =

Wien (OTS) - "Geld bestimmt, wer ÖsterreicherIn werden darf und wer
nicht. Ist das fair?" fragt Alev Korun, Menschenrechtssprecherin der
Grünen, anlässlich des heute von SOS-Mitmensch aufgezeigten Falls
eines hier aufgewachsenen und seit 20 Jahren hier lebenden jungen
Mannes, der nun als Lehrling arbeitet aber von der Staatsbürgerschaft
ausgeschlossen wird, weil er als Lehrling die hohe Einkommensgrenze
nicht erreichen kann. "Das zeigt uns zum wiederholten Mal, dass unser
Staatsbürgerschaftsgesetz schon lange an den Realitäten des echten
Lebens vorbeimurkst. Und das auf Kosten einer ganzen Generation von
jungen Leuten, die hier aufgewachsen sind, oft auch hier geboren
wurden, und dann per Gesetz zu Ausländern 'gemacht' werden",
kritisiert Korun die Missstände im jetzigen
Staatsbürgerschaftsgesetz.

"Kinder und Jugendliche, die hier geboren wurden und deren Eltern
hier seit Jahren rechtmäßig niedergelassen sind, sind faktisch
Österreicher. Warum traut sich Staatssekretär Kurz nicht, eine
Staatsbürgerschaftsreform wie in Deutschland vorzuschlagen, damit
zumindest die 3. Generation per Geburt Österreicher ist? Kinder mit
auf Dauer hier lebenden Eltern sollten per Geburt die
Staatsbürgerschaft bekommen. Das wäre eine tausendmal bessere
Chancengleichheitspolitik als jährlich 10.000 hier geborene Kinder
künstlich zu 'Ausländern' zu machen", schließt Korun.

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