- 16.04.2013, 11:55:01
- /
- OTS0128 OTW0128
Richtwerte für Mieten in Wien müssen angehoben werden
Steigende Verunsicherung bei den Vermietern führt zu einem immer höher werdenden Anteil an befristeten Wohnungsvergaben
Utl.: Steigende Verunsicherung bei den Vermietern führt zu einem
immer höher werdenden Anteil an befristeten Wohnungsvergaben =
Wien (OTS) - Die aktuelle Auswertung der AK, bei der auf Basis einer
kleinen Stichprobe mit ausgewählten 150 Altbauwohnungen ohne weiteres
Datenmaterial auf den Cent genau berechnet wird, um wie viel die
Wohnungen zu teuer angeboten werden, ist wenig repräsentativ und aus
den Daten kann keineswegs ein Überblick über den Gesamtwohnungsmarkt
gezogen werden. Dennoch kann man aus dem Material einige Rückschlüsse
ziehen.
Michael Pisecky, Obmann der Fachgruppe der Wiener
Immobilientreuhänder: "Die Richtwerte bei Wiener Altbauwohnungen sind
eindeutig zu niedrig und müssen im Zuge einer Änderung im Mietrecht
angehoben werden. Wien hat den zweitniedrigsten Richtwert in
Österreich und dieser liegt mit 5,16 Euro z.B. mehr als 50 % unter
jenem aus Vorarlberg. Auch die Wiener Gemeindewohnungen werden
aktuell um den Richtwert vermietet, obwohl Bau und Erhaltung dieser
Gebäude und Wohnungen massiv durch Steuergelder gefördert werden.
Dass ein privater Vermieter, der die Mieteinnahmen versteuern muss,
die Investitionen aus der eigenen Tasche bezahlen muss und das
gesamte Risiko selbst trägt nicht mit dem Richtwert auskommen kann,
ist logisch. Daher versuchen einige Vermieter über die Zuschläge ihre
Kosten zu decken!"
Die ständige Diskussion um die Höhe der Zuschläge führt dazu, dass
viele Vermieter im Althauswohnbereich extrem verunsichert sind und
daher ihre Wohnungen nur noch befristet vermieten. Pisecky: "Eine
stabile Neuregelung wäre sinnvoll, da man damit auch wieder mehr
unbefristete Wohnungsvermietungen schaffen würde!"
Pisecky abschließend: "In Österreich sind gerade einmal 9 % aller
Wohnungen nach dem Richtwert geregelt. Über 60 % der Österreicher
sind sogar Eigentümer ihrer vier Wände. Die ständige Kritik der AK an
den Zuschlägen in diesem kleinen Segment löst nicht das
Gesamtproblem, dass es insgesamt zu wenige Wohnungen gibt bzw. viele
Menschen in Österreich zu günstig wohnen und damit die Miethöhe bei
Neuvermietungen nach oben getrieben wird!"
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | BTT






