• 16.04.2013, 09:23:06
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Pressekonferenz zur Vorstellung der Zentralen Forschungslabors im Naturhistorischen Museum Wien

Am Montag, 22. April um 9 Uhr im Vortragssaal mit BM Claudia Schmied und NHM-Generaldirektor Christian Köberl

DNA-Extraktion im Reinraum

Utl.: Am Montag, 22. April um 9 Uhr im Vortragssaal mit BM Claudia
Schmied und NHM-Generaldirektor Christian Köberl =

Wien (OTS) - Erst wenn die ganze Luft aus dem kleinen Raum entwichen
ist, in dem die kleine goldene Probenbühne aus Messing liegt, geht
das Türchen ins Innere der Maschine auf. Fünf Minuten dauert das
ungefähr. Die Probe mit den Fragmenten des Meteoriten, der vor kurzem
in Russland eingeschlagen hat, kann untersucht werden. Das Besondere
daran: die neue Elektronenstrahl-Mikrosonde (EMS) im NHM ist das
modernste Gerät seiner Art in ganz Österreich.

"Dieses neue Gerät ist ungefähr so, als hätten wir unseren 20
Jahre alten Kühlschrank, durch einen neuen ersetzt, den man vom Mond
aus programmieren kann.", erklärt Dr. Dan Topa, Operator für
analytische Elektronenmikroskopie im NHM. Und Dr. Franz Brandstätter,
Direktor der Mineralogisch-Petrographischen Abteilung, ergänzt:
"Diese Anschaffung war absolut notwendig. Ohne sie hätten wir nicht
weiter auf unserem bisherigen Niveau wissenschaftlich arbeiten
können."

Mit Beginn 2012 wurde die neue Abteilung "Zentrale
Forschungslaboratorien" unter der Leitung von
Priv. Doz. Dr. Elisabeth Haring am NHM etabliert. Sie umfasst die
Elektronenmikroskopie sowie das Forschungslabor für Molekulare
Systematik. Beide Einrichtungen sind nicht nur für eine Vielzahl von
Fragestellungen in Forschungsprojekten des NHM von Bedeutung, sondern
auch Anziehungspunkt für andere Forschungsinstitutionen. So werden
Projekte nicht nur in Kooperation mit anderen wissenschaftlichen
Abteilungen des NHM durchgeführt, sondern auch in Kollaborationen mit
Arbeitsgruppen an nationalen und internationalen Universitäten und
Institutionen. Die durch das BMUKK finanzierten neuen Geräte sollen
auch Wissenschafterinnen und Wissenschaftern der anderen Bundesmuseen
und vergleichbaren Einrichtungen für ihre Forschungen dienen. Des
Weiteren werden immer wieder Auftragsstudien durchgeführt, bei denen
sowohl die Gerätschaften als auch die Expertise der
WissenschafterInnen am NHM gefragt sind.

"Neben der Elektronenstrahl-Mikrosonde wurde im Zuge der
Erneuerung der elektronenmikroskopischen Einrichtungen ein
Rasterelektronenmikroskop (REM) installiert", erklärt
NHM-Generaldirektor Univ. Prof. Dr. Christian Köberl. "Das NHM Wien
ist eine der größten außeruniversitären Forschungseinrichtungen
Österreichs und für eine solche ist es unbedingt notwendig, dass die
Ausstattung adäquat und die Gerätschaften "state of the art" sind.
Die Einrichtungen waren bereits stark veraltet. Beide neuen Geräte
decken ein breites Spektrum von Anwendungen ab, die sich sowohl im
Routinebetrieb als auch im Forschungseinsatz optimal ergänzen".
Zusätzlich wurde für die Museumsbesucherinnen und -besucher ein
Tisch-REM für Demovorführungen im "NHM-Mikrotheater" aufgestellt.

Im Rahmen der NHM-Vortragsreihe "Hinter den Kulissen" werden auch
Sonderführungen zu den neuen Geräten für Publikum angeboten. Ein
nächster Termin findet am Mittwoch, dem 22. Mai 2013, um 18.30 Uhr
statt (Eine Anmeldung unter [email protected] mit dem Betreff
"Forschungslabors" ist erforderlich. Preis: Euro 6,50.)

Wer sich wundert, warum die Geräte in einem "Käfig" aus
Metallstangen stehen: "Der schirmt die von der U-Bahn verursachten
elektromagnetischen Felder ab", erklärt Dr. Topa. "Die würden nämlich
die Bildqualität stark stören." Überhaupt ist die U-Bahn, die direkt
am Museum entlangführt, eine Herausforderung für die neue
Gerätschaft: Am Boden mussten spezielle Apparate installiert werden,
die die Vibrationen von unten abfangen. Sonst wären die stark
vergrößerten Bilder verwackelt.

Anmeldung unter: [email protected]
Nähere Infos und Pressebilder: http://www.nhm-wien.ac.at/presse

Pressekonferenz zur Vorstellung der Zentralen Forschungslabors im
Naturhistorischen Museum Wien

 Datum:   22.4.2013, um 09:00 Uhr
 Ort:     Naturhistorischen Museum Wien Vortragssaal 
          Burgring 7, 1010 Wien

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NHM

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