- 15.04.2013, 15:46:49
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Ein Jahr nach dem Atomstrom-Gipfel: Immer noch Atomstrom vom Verbund
Greenpeace und GLOBAL 2000 erfreut über Umsetzung der Maßnahmen - viele Energieversorger setzen klares Zeichen gegen Atomkraftwerks-Bauer
Utl.: Greenpeace und GLOBAL 2000 erfreut über Umsetzung der
Maßnahmen - viele Energieversorger setzen klares Zeichen gegen
Atomkraftwerks-Bauer =
Wien (OTS) - Am morgigen ersten Jahrestag des Atomstrom-Gipfels der
österreichischen Bundesregierung mit GLOBAL 2000 und Greenpeace und
den Vertretern der Energieversorger sind viele Schritte zur
endgültigen Atomstrom-Freiheit Österreichs bereits in Umsetzung:
Eine Novelle des Elektrizitätswirtschafts- und Organisationsgesetzes
(ElWOG) wird die lückenlose Kennzeichnung aller Strommengen
vorschreiben, die in Österreich an EndverbraucherInnen geliefert
werden - was die Abgabe von "Strom unbekannter Herkunft" (Graustrom
mit einem Atomstrom-Anteil von 35,24 Prozent) verbietet. Theoretisch
hätten Energieversorger nach Inkrafttreten des Gesetzes die
Möglichkeit, gekennzeichneten Atomstrom nach Österreich zu
importieren. Allerdings können sie diesen Strom nicht mehr verstecken
und sie stünden für jeden sichtbar als Atomstromimporteur da.
Einige der österreichischen Energieversorgungsunternehmen haben heute
gegenüber der APA öffentlich Stellung bezogen gegen die Versuche von
Staaten wie Tschechien, die neue Atomkraftwerke nur zum Zweck des
Exports bauen wollen: Sie verpflichten sich klar, heute und auch in
Zukunft keinen Atomstrom und keine Atomstrom-Nachweise zu verwenden.
"Es ist erschreckend, dass ausgerechnet der mehrheitlich in
Staatsbesitz stehende Verbund-Konzern jetzt der letzte große
Versorger in Österreich ist, der Atomstrom in Form von Graustrom
vertreibt", erklärt Alexander Egit, Geschäftsführer von Greenpeace.
"Nur ein klares Bekenntnis zur Vereinbarung vom letzten Jahr und ein
vollständiger Verzicht auf Atomstrom und Atomstrom-Nachweise gräbt
den Neubauplänen von AKW die Finanzierung ab. Wir fordern
Wirtschaftsminister Mitterlehner als Eigentümervertreter der Republik
im Konzern auf, den Verbund zum ganz klaren Verzicht auf Atomstrom zu
verpflichten", so Egit weiter.
Andere Energieversorger erklären, dass sie bereits jetzt vollständig
auf Atomstrom-Nachweise beziehungsweise Strom unbekannter Herkunft
(Graustrom) verzichten. "Da sich die Unternehmenspolitik durch die
Hauptaktionäre der Energieversorger in Zukunft ändern kann (und an
einigen der Landesversorger ausländische Atomstrom-Konzerne jetzt
schon mit bis zu 37,8 Prozent beteiligt sind), fordern wir auch diese
auf, sich klar zu einer Atomstrom-Freiheit für die Zukunft zu
verpflichten und sich damit zur Vereinbarung mit der österreichischen
Bundesregierung vom Vorjahr zu bekennen", sagt Reinhard Uhrig,
Geschäftsführer von GLOBAL 2000.
Wie bei Atom-Gipfel 2012 beschlossen, wird derzeit ein Verein ARGE
Atomstromfrei gegründet, der ein Gütezeichen für die
Atomstromfreiheit von Unternehmen auf Basis des
Stromkennzeichnungsberichtes der E-Control verleihen wird. Dieses
Label wird von den Umweltschutzorganisationen unter Mitwirkung von
E-Control und E-Wirtschaft vergeben werden.
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