- 15.04.2013, 10:52:14
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"Fracking" - LH Wallner: Vorarlbergs Ablehnung bleibt aufrecht
"Unsere Haltung national und international unmissverständlich zum Ausdruck bringen"
Utl.: "Unsere Haltung national und international unmissverständlich
zum Ausdruck bringen" =
Bregenz (OTS/VLK) - Abweisend steht das Land Vorarlberg nach wie
vor der umstrittenen "Fracking"-Methode zur Erdgasförderung
gegenüber. "Unsere entschiedene Ablehnung bleibt aufrecht", stellt
Landeshauptmann Markus Wallner klar. Diese Haltung werde er auch
weiterhin national und international unmissverständlich zum Ausdruck
bringen. Neu aufgeflammt war die Diskussion um das Fracking beim
Energy Forum in Lech, wo sich kürzlich hochrangige Vertreter aus
Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft über die künftige
Ausgestaltung der europäischen Energiepolitik ausgetauscht haben.
"Wir wollen diese Methode hier bei uns am Bodensee nicht haben",
so der Landeshauptmann. Der Bodensee sei attraktiver Naturraum und
Trinkwasserreservoir für viele Millionen Menschen. "Allein schon
diese Argumente müssten reichen, um eine Fracking-Diskussion für
unsere Region gar nicht erst zu führen", bekräftigt Wallner.
Geschlossene Ablehnung
Auf Initiative Vorarlbergs haben auch die übrigen Anrainerländer
und -kantone rund um den Bodensee im Rahmen der Internationalen
Bodensee Konferenz (IBK) einen entsprechenden einstimmigen Beschluss
gegen die mit unkalkulierbaren Risiken und Gefahren verbundene
Fracking-Methode zur Erdgasförderung gefasst. Der eindeutige
Standpunkt wird auch von wissenschaftlicher Seite unterstützt. In
einem Gutachten warnt das deutsche Umweltbundesamt (UBA) eindringlich
vor der Fracking-Technologie und kommt zum Schluss, dass diese
umstrittene Fördermethode in Trinkwasserschutzgebieten keinesfalls
zugelassen werden sollte. Auch der Vorarlberger Landtag hat sich
schon frühzeitig in einer Entschließung gegen das Fracking
ausgesprochen.
Alarmierende Beispiele als Warnung
"Die alarmierenden Beispiele aus Ländern, in denen Fracking
bereits zum Einsatz kommt, sind Warnung genug, um die Finger von
dieser Technologie zu lassen", sieht sich Wallner in seiner Position
bestätigt. Seiner Meinung nach liegen die Chancen ganz klar in
anderen Technologien und Bereichen. "Mit einer Hinwendung zum
Fracking würde auf das falsche Pferd gesetzt. Mit der Technologie
lässt sich zwar kurzfristig ein Gewinn erzielen. Die Folgen, die
durch das Fracking verursacht werden können, stehen dazu aber in
keinem Verhältnis", fordert der Landeshauptmann ein Umdenken auf
europäischer Ebene. Wallner plädierte dafür, die Abhängigkeit von
fossilen Energieträgern konsequent zu vermindern und stattdessen auf
den Ausbau von Erneuerbaren Energien zu setzen.
Fracking
Beim Fracking wird mit sehr hohem Druck ein Gemisch aus Wasser,
Sand und Chemikalien in das Schiefergestein gepresst, um so an das
eingelagerte Erdgas zu gelangen. Aktuell wird auf deutscher Seite die
angesuchte Verlängerung von zwei bereits erteilten Konzessionen zur
Aufsuchung von Gasvorkommen behördlich geprüft.
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