• 12.04.2013, 13:38:12
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FP-Fürnkranz: Stenzels Super-Citybusse: Begräbnis 2. statt 3. Klasse!

Zwei Linien zerstückelt, Graben abgeschnitten - was gibt's da zu jubeln?

Utl.: Zwei Linien zerstückelt, Graben abgeschnitten - was gibt's da
zu jubeln? =

Wien (OTS) - Tief enttäuscht zeigte sich der Klubobmann der
FPÖ-Bezirksräte der Inneren Stadt, Georg Fürnkranz über die nunmehr
vorliegenden Pläne für das künftige Citybusnetz. Stenzel und die SPÖ
hätten vor den kommerziellen Interessen einer Immobilienfirma und
absurden Argumenten der Wiener Linien kapituliert und ein bewährtes
Verkehrssystem zerstört, kritisiert Fürnkranz.

Es sei zwar richtig, dass das bisherige "Provisorium" in mancherlei
Hinsicht noch schlechter war, dafür bedeute die jetzt präsentierte
Lösung die Zerstückelung gleich zweier Linien. "Der 1A wird am
Stefansplatz und der 2A am Michaelerplatz amputiert", stellt
Fürnkranz fest.

Demgegenüber sei die alte Lösung mit drei den Bezirk durchquerenden
Linien ideal gewesen, was auch ein Arbeitskreis unter Einbeziehung
aller politischen Parteien und diverser Bürgerinitiativen
ausdrücklich und einstimmig festgestellt habe, erinnert Fürnkranz.
"Leider sind weder ÖVP noch SPÖ bereit, die beste Lösung für die
Bürger umzusetzen, weil ihnen die Interessen eines Immobilienmagnaten
wichtiger als jene der Bevölkerung sind", so Fürnkranz, "so haben
sich das die hunderten Teilnehmer bei der 2011 von der FPÖ
durchgesetzten Bürgerversammlung gegen die Zerstörung der Citybusse
sicher nicht vorgestellt. Sie wollten nämlich alle ihre alten Linien
zurück!"

Bemerkenswert sei auch die Begründung der Wiener Linien, warum man
nicht durch die Fußgängerzone fahren wolle, obwohl dies rechtlich und
sachlich durchaus möglich sei: Das Langsamfahren (!) sei so
gefährlich, weil die starken Bremsen der Busse dann zu schnell zum
Stillstand führen würden. "Wenn ich das dem nächsten Polizisten
erzähle, der mich wegen Schnellfahrens aufhält, lande ich in der
Psychiatrie", meint Fürnkranz.

Besonders absurd sei die Abtrennung der neuen Linie 2B von der
Innenstadt, die nun als Ringelspiel um die Museen verkehren werde:
Das könne nur als Vorstufe zur Einstellung gesehen werden, denn
einerseits werden dort die schrottreifen alten Citybusse (und nicht
die neuen E-Busse) verkehren und andererseits gebe es praktisch kein
Fahrgastpotential. Somit sei dieses Linienkonzept ein weiterer
Schritt in der traurigen Geschichte um die Fußgängerzone
Mariahilferstraße, meint Fürnkranz abschließend. (Schluss) hn

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