• 11.04.2013, 12:09:47
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Mitterlehner: "Forschungsinvestitionen sind das beste Konjunkturpaket"

Wirtschaftsminister zu F&E-Globalschätzung der Statistik Austria: Steigende Forschungsausgaben in Österreich sind positives Signal für Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen

Utl.: Wirtschaftsminister zu F&E-Globalschätzung der Statistik
Austria: Steigende Forschungsausgaben in Österreich sind
positives Signal für Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen =

Wien (OTS/BMWFJ) - Der von der Statistik Austria prognostizierte
Anstieg der F&E-Ausgaben um 2,9 Prozent auf heuer 8,96 Milliarden
Euro ist ein positives Signal für den Standort Österreich.
"Forschungsinvestitionen sind sowohl für den Staat als auch für die
Unternehmen das beste Konjunkturpaket", betont Wirtschaftsminister
Reinhold Mitterlehner. "Erfolge in Forschung und Entwicklung sind im
weltweiten Standortwettbewerb wichtiger denn je. Gerade weil wir bei
den Löhnen nicht mit Asien konkurrieren können und wollen, müssen wir
zum Innovations- und Technologieführer werden und weitere
Anstrengungen setzen", so Mitterlehner "Der starke Fokus auf
Forschung, Innovation und Technologie trägt entscheidend dazu bei,
dass Österreich heuer das zwölfte Jahr in Folge stärker wachsen wird
als die Eurozone und bei der Beschäftigung zu den besten Ländern
Europas zählt." Im Jahr 2013 wird die Forschungsquote laut Statistik
Austria einen Wert von 2,81 Prozent erreichen. Damit liegt Österreich
im letztgültigen EU-Vergleich auf dem fünften Platz und zugleich
deutlich über dem Schnitt der EU-27 von 2,03 Prozent.

Um die F&E-Investitionen zu unterstützen, laufen zahlreiche Programme
und Initiativen. Eine wichtige Maßnahme ist neben dem
Innovationsscheck (zu je 5.000 oder 10.000 Euro) die Anhebung des
Deckels für die steuerliche Begünstigung von Auftragsforschung. Diese
Deckelung ist von bisher 100.000 auf eine Million Euro gestiegen, für
die dann die Forschungsprämie von zehn Prozent geltend gemacht werden
kann. "Das unterstützt vor allem KMU, die nicht über eigenes
Forschungspersonal oder eine eigene F&E-Infrastruktur verfügen", so
Mitterlehner. Dazu kommen die mit je zehn Millionen Euro dotierten
Förderinitiativen für Energieforschung und die F&E-Kompetenzen in den
Betrieben.

Mehr Risikokapital für innovative Gründer

"Heuer wollen wir die FTI-Strategie der Bundesregierung weiter mit
Leben erfüllen und vor allem den Zugang zu Risikokapital verbessern.
Durch unsere neue Jungunternehmer-Offensive stehen langfristig 110
Millionen Euro an Investitionskraft für Gründer und junge
Wachstumsunternehmen zur Verfügung", so Mitterlehner. "Wenn das
eingesetzte Risikokapital später wieder zurückfließt, kann es neu
investiert werden", so Mitterlehner. Dasselbe Prinzip verfolgt das
Wirtschaftsministerium im Rahmen der "Seedfinancing"-Förderschiene,
mit der im Vorjahr 44 junge High-Tech-Unternehmen mit einem
Rekordvolumen von 16,5 Millionen Euro unterstützt werden konnten.

Enge Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft

Ein starker Fokus liegt auch auf der engeren Vernetzung von
Wirtschaft und Wissenschaft. Das bei der FFG angesiedelte Programm
COMET (Competence Centers for Excellent Technologies) unterstützt den
Aufbau von Kompetenzzentren, in die allein der Bund rund 50 Millionen
Euro pro Jahr investiert. Im März 2013 startete die jüngste
Ausschreibung mit 13,5 Millionen Euro, die weitere zehn bis zwölf
Zentren aufbauen wird. "Die Kompetenzzentren tragen wesentlich dazu
bei, innovative Ideen von den Universitäten und Forschungszentren
rasch in die Wirtschaft zu tragen und so Investitionen auszulösen",
betont Mitterlehner. Auch in den österreichweit rund 60 Christian
Doppler Labors erfolgt der Brückenschlag zwischen Grundlagenforschung
und der praktischen Anwendung von Innovationen in den Unternehmen.
Dafür investiert der Bund rund 15 Millionen Euro pro Jahr. "Unser
langfristiges Ziel bleibt, dass Österreich im EU-Vergleich in die
Gruppe der Innovationsführer aufsteigt", betont Mitterlehner.

Derzeit kommen rund 60 Prozent der F&E-Ausgaben von Unternehmen: 43,9
Prozent bzw. 3,93 Milliarden Euro stammen von inländischen sowie 15,2
Prozent bzw. 1,36 Milliarden von überwiegend ausländischen
Unternehmen, deren Tochterunternehmen in Österreich Forschung
betreiben. 40,4 Prozent (rund 3,62 Milliarden Euro) kommen aus dem
öffentlichen Sektor. "Um die Ziele der FTI-Strategie zu erreichen,
müssen wir vor allem die Anreize und Rahmenbedingungen für innovative
Unternehmen weiter verbessern", bekräftigt Mitterlehner.

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