- 10.04.2013, 12:21:48
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6 Wochen Urlaub oder Fenstertage streichen? Hotellerie appelliert an Vernunft
Besser Tourismus forcieren und Saisonen verlängern
Utl.: Besser Tourismus forcieren und Saisonen verlängern =
Wien (TP/OTS) - Gewerkschaft und Industrie spitzen die
Wahlkampfdebatte um Fairness weiter zu, die ÖHV appelliert an die
Vernunft: Leistung und Freizeit sind kein Widerspruch, Österreich
profitiert davon enorm.
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(http://www.tourismuspresse.at/redirect/oehv97)
"Der Gegensatz zwischen Arbeit und Freizeit ist Vergangenheit. Die
Zukunft gehört einem ganzheitlichen Lebensstil: Ökologie und
Ökonomie, Spaß und Leistung, Freizeit und Arbeit", verweisen Michaela
Reitterer und Mag. Gregor Hoch, die Präsidenten der Österreichischen
Hoteliervereinigung (ÖHV), auf zahlreiche anerkannte Studien von
Peter Zellmann, Horst Opaschowski oder Ulrich Reinhardt. Für
Österreich entpuppt sich das freilich als immenser Vorteil: im
Tourismus entstehen mehr Jobs als in allen anderen Branchen, die
Dienstleistungsexporte kompensieren die Milliardenverluste aus dem
Güterexport. "Das ist ein Megatrend, der sich fortsetzen wird. Wir
sollten das nutzen anstatt mit veralteten Konzepten dagegen
anzukämpfen", so Hoch und Reitterer.
Undurchdachte Konzepte gefährden Tausende Arbeitsplätze
6 Wochen Urlaub, wie die Gewerkschaft fordert, lehnen auch die
Vertreter der Top-Hotellerie ab: "Urlaub muss leistbar bleiben - für
beide Seiten. Weniger Arbeit für mehr Geld können wir uns bei den
Lohnnebenkosten und Steuern wirklich nicht leisten", erklärt
Reitterer. Die von der Industriellenvereinigung geforderte Streichung
der Fenstertage würde in erster Linie viele Arbeitsplätze vernichten,
warnt Hoch als Unternehmervertreter vor den unbedachten und teuren
Folgen dieser Idee: "Das würde ganze Regionen in den Ruin führen. Die
Thermen müssten ohne die Kurzurlaube inländischer Gäste zusperren.
Hier sind Tausende Arbeitsplätze entstanden. Will man alle diese
Mitarbeiter auf die Straße setzen? Das kann nicht das Ziel sein."
Intelligente Modelle für mehr Beschäftigung
Die ÖHV hat bessere Vorschläge mit mehr Realisierungschancen: So
wird in Salzburg an einem Modell Saisonverlängerung für die
österreichische Ferienhotellerie gearbeitet. Die öffentliche Hand
kostet es nichts, es verspricht im Gegenteil deutliche Mehreinnahmen.
Generell könnte Österreich seine international anerkannte Kompetenz
im hochqualitativen Tourismus besser ins Spiel bringen: "Mit der
Tourismusstrategie von Wirtschaftsminister Mitterlehner sind wir auf
dem richtigen Weg, da müssen wir weitermachen. Urlaub in Österreich
stärker zu bewerben würde weit mehr bringen als diese Forderungen",
hält Reitterer fest.
Erfolgreiche Interessenvertretung für Österreichs Tourismus
Die ÖHV gestaltet seit 60 Jahren als freiwillige parteiunabhängige
Interessenvertretung der führenden Hotellerie durch Lobbying die
Rahmenbedingungen für modernes Unternehmertum. Mehr als 1.200
Mitgliedsbetriebe nutzen operative Dienstleistungen in Marketing und
Weiterbildung genauso wie ihren Vorsprung durch Innovation und
Vernetzung. Mit rund 152.000 Betten - das entspricht zwei Drittel der
Kapazität in der 4- bis 5-Sterne-Superior-Hotellerie - und mehr als
40.000 Mitarbeitern erwirtschaften die ÖHV-Mitglieder einen
Gesamtumsatz von rund 3 Mrd. Euro. Die Tourismus- und
Freizeitwirtschaft generierte als Österreichs Wirtschaftsmotor 2011
über direkte und indirekte Wertschöpfung 14,6 % des BIP und jeden 5.
Vollarbeitsplatz.
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