- 10.04.2013, 08:30:31
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Pensionskassengelder für den Wohnbau?
Mehr als eine Million Wähler werden nicht gefragt
Utl.: Mehr als eine Million Wähler werden nicht gefragt =
Wien (OTS) - Die Politik will zwecks zusätzlicher Wohnbaufinanzierung
auf die Pensionskassengelder zugreifen und der Chef des Fachverbands
der Pensionskassen springt sofort auf den Zug auf. Was das für die
betroffenen Pensionsbezieher und Pensionsanwärter bedeutet, ist für
die Politik und ihre Mitläufer offenbar nicht so wichtig.
Pekabe bringt wieder in Erinnerung: Das Pensionskassensystem
funktioniert nur, wenn das Pensionsdeckungskapital hochverzinst
angelegt ist. Einem großen Teil der rund 70.000 Österreicher, die
bereits eine Pensionskassenpension beziehen, und mehreren
hunderttausend noch aktiven Anwartschaftsberechtigten wurden seit dem
Jahr 2000 die Pensionen um bis zu 50% gegenüber ihren vertraglichen
Ansprüchen gekürzt, weil die Pensionskassen die von ihnen
versprochenen Zinserträge nicht erreichen konnten: statt wie
vereinbart alljährlich bis zu 7 oder 7,5%, wurden während 13 Jahren
nur rund 2% im Jahresschnitt erwirtschaftet. Dienstgeber und
Pensionskassen sind bei der Kapitalübertragung in die Pensionskassen
von unrealistisch hohen Erträgen ausgegangen und haben keine Reserven
vorgesehen, Unternehmen ersparten sich damit hunderte Millionen Euro
auf dem Rücken ihrer Mitarbeiter, die sie damit dem Lotteriespiel der
Börsen ausgeliefert haben - und das mit voller Rückendeckung durch
die Politik.
Kann die Veranlagung zur Wohnbaufinanzierung Abhilfe schaffen?
PEKABE will das Kind nicht mit dem Bad ausgießen, muss aber wissen:
1.Welchen Ertrag bringt eine Veranlagung im Wohnbau?
2.Wie sicher sind Veranlagungen in den Wohnbau?
Die noch immer nicht ausgestandene Finanzkrise hat ihren
Ausgangspunkt bei den Immobilienfinanzierungen in den USA genommen
und sich in den europäischen Krisenländern (z.B. Spanien, nun auch
Slowenien) fortgesetzt; der Anteil der Wohnbaufinanzierungen ist
dabei keineswegs zu vernachlässigen.
Kein Politiker hat noch zusichern können, dass ein auch nur
annähernd ausreichender, hoher und sicherer Ertrag aus der
Finanzierungsidee erreicht werden könnte. Und allein darum geht es
für die PK-Pensionisten. Denn bis zu 800.000 Opfer überhöhter
Zinsannahmen warten immer noch auf eine Lösung für ihren auch in der
Zukunft drohenden Pensionsschwund. Angesichts der bevorstehenden
Nationalratswahl erinnern wir daran, dass es sich dabei, rechnet man
die Lebenspartner der betroffenen Pensionsbezieher dazu, um mehr als
eine Million Wähler handelt!
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