• 09.04.2013, 11:31:13
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Lunacek: "Belgrad sollte Einigung mit Kosovo nicht wenige Meter vor Ziel aufgeben"

Grüne: Window of opportunity nützen und damit Tür für EU-Beitrittsgespräche mit Serbien aufmachen

Utl.: Grüne: Window of opportunity nützen und damit Tür für
EU-Beitrittsgespräche mit Serbien aufmachen =

Wien (OTS) - "Das Fenster im Dialogprozess zwischen Belgrad und
Prishtina ist auch nach dem Nein der serbischen Regierung zu den
Lösungsvorschlägen für den Nordkosovo noch offen. Die Zeit drängt,
aber sie ist noch nicht abgelaufen. Ich appelliere deshalb besonders
an die politische Führung in Belgrad, aber auch an Prishtina, sich
ihrer Verantwortung für die Normalisierung der Beziehungen zwischen
den beiden Staaten aber auch zur Fortführung des
Erweiterungsprozesses und der Stabilität in der gesamten Region
bewusst zu sein. Diese Gelegenheit darf nicht ungenützt verstreichen,
sondern der Verhandlungs-Marathon muss zu einem guten Ende führen.
Beide Seiten haben in den bisherigen Verhandlungen viel erreicht. All
das jetzt wenige Meter vor dem Ziel einer wirklichen Lösung
aufzugeben, würde Serbien wie dem Kosovo sowie dem gesamten
Westbalkan und damit letztlich auch der EU schaden. Denn ohne dieses
window of opportunity jetzt zu nützen, wird auch keine Tür für den
Start der EU-Beitrittsverhandlungen mit Serbien aufgehen. Und auch
der Beginn der SAA-Verhandlungen mit dem Kosovo wird damit massiv
gefährdet", kommentiert Ulrike Lunacek, Vizepräsidentin der
Grünen/EFA-Fraktion und Kosovo-Berichterstatterin des
Europaparlaments, das Nein der serbischen Regierung zum seit Monaten
unter Führung der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton
ausgehandelten Lösungsvorschlag für den mehrheitlich von Serben
bewohnten Nordkosovo.

Lunacek: "Besonders die Bevölkerung im Nordkosovo hat sich endlich
eine Stabilisierung und Normalisierung der politischen und
gesellschaftlichen Verhältnisse in ihrer Region verdient. Dieser
Verantwortung müssen sich beide Regierungen bewusst sein. Ich begrüße
es ausdrücklich, dass EU-Außenbeauftragte Ashton diesen Dialog auf
neutralem Brüsseler Boden vorantreibt und ermutige sie auch in dieser
entscheidenden Phase Durchsetzungskraft zu zeigen. Hier muss sich die
friedenspolitische Stärke und Soft Power der Europäischen Union
beweisen."

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | FMB

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