- 06.04.2013, 09:00:31
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Sonntag ist Tag der Gesundheit: Neue Studie belegt - Österreich im Europavergleich Land der Bewegungsmuffel
McDonald: Österreichs Gesundheitspolitik muss umdenken - rechtzeitig Vorsorgen statt nachträglich Heilen
Utl.: McDonald: Österreichs Gesundheitspolitik muss umdenken -
rechtzeitig Vorsorgen statt nachträglich Heilen =
Wien (OTS) - Herr und Frau Österreicher werden statistisch gesehen
zwar immer älter, verlieren aber knapp 20 unbeschwerte Lebensjahre
durch Krankheit und damit mehr als andere Europäer. Und das, obwohl
Österreich eines der leistungsfähigsten Gesundheitssysteme der Welt
hat. Experten wissen schon lange: In Österreich ist das Bewusstsein
für Prävention zu schwach ausgeprägt - nur 2 % des Budgets für das
Gesundheitswesens fließen in die Prävention. "Noch immer greift das
Gesundheitssystem erst dann ein, wenn Krankheiten zu heilen sind -
statt dafür zu sorgen, dass die Menschen gesund bleiben und
vermeidbare Zivilisationskrankheiten wie Bluthochdruck nicht zum
Volksleiden werden", sagt Peter McDonald, Obmann-Stv. der SVA
(Sozialversicherung der Gewerbetreibenden).
Eine neue Studie des Ludwig Boltzmann Instituts zur
Gesundheitskompetenz der Österreicher zeigt sehr deutlich, wie die
Österreicher mit ihrer Gesundheit umgehen:
Während jeder zweite EU-Bürger mindestens ein paar Mal pro Woche
Sport treibt, ist nur knapp ein Drittel der Österreicher so
bewegungsfreudig. Erfreulicher sind die Ergebnisse bezüglich des
Alkoholkonsums, denn die Österreicher sind hier etwas zurückhaltender
als der EU-Durchschnitt. Mit knapp zwei Drittel Nichtrauchern liegt
Österreich etwas unter dem EU-Ergebnis, dafür ist der Anteil der
Normalgewichtigen in Österreich höher als im EU-Durchschnitt und der
Anteil der Adipösen zumindest geringfügig niedriger.
Das österreichische Gesundheitssystem ist kurativ und nicht
präventiv ausgerichtet - Gesundmachen vor Gesundhalten - dieses
Prinzip hat die SVA als erste Sozialversicherung über Bord geworfen.
Der Leistungsumfang wurde um ein starkes Präventionsprogramm
erweitert, das die Versicherten zur freiwilligen Teilnahme motiviert
- und alle belohnt, die bereit sind ihre individuellen
Gesundheitsziele zu erreichen. "Der Erfolg ist eine großartige
Bestätigung dieses Schrittes, mit dem wir sehr bewusst einen
Paradigmenwechsel einläuten wollen", so Peter McDonald. Seit Start
des Programms "Selbständig Gesund" mit Jänner 2012 hat sich die Zahl
der durchgeführten Vorsorgeuntersuchungen um knapp 40 % erhöht -
"unsere Versicherten nehmen ihre eigene Verantwortung für die eigene
Gesundheit nun viel stärker wahr und tun etwas für sich. Wir sind
sehr stolz, dass das Programm so positiv aufgenommen wird."
Im Bundesländervergleich wird aber deutlich, dass noch viel zu tun
ist. Die Studie des Ludwig Boltzmann Instituts belegt, dass fast
jeder zweite Steirer gar keinen Sport treibt. Tirol hat mit fast 8 %
den größten Anteil von Personen die exzessiv Alkohol konsumieren. In
Kärnten und Niederösterreich ist der Raucheranteil mit knapp 40 %
besonders hoch und fast 60 % der Burgenländer, Niederösterreicher und
Steirer sind übergewichtig.
Viele chronische Erkrankungen sind Zivilisationskrankheiten wie
Herz-Kreislauferkrankungen oder Diabetes und können von der
Lebensführung der Menschen stark beeinflusst werden. Die
Risikofaktoren dieser Krankheiten sind u.a. Übergewicht, Rauchen,
Alkoholkonsum, Bewegungsmangel und Zuckerkonsum - also Faktoren, die
in hohem Maße von jedem einzelnen mitbeeinflussbar und auch
vermeidbar sind.
"Am Tag der Gesundheit wollen wir zu einer breiten
gesellschaftspolitischen Auseinandersetzung mit dem Thema
Eigenverantwortung und Prävention aufrufen und damit noch mehr
Menschen motivieren, mit ihrer Gesundheit sorgsam umzugehen", so
McDonald. "Durch rechtzeitige Vorsorge können viele
Zivilisationskrankheiten vermieden werden. Eine Gesundheitsreform
muss daher unbedingt die Eigenverantwortung des Patienten stärken und
die Prävention fördern."
SVA - Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft
Die SVA ist der Sozialversicherungsträger für Österreichs
Selbständige und betreut als gesetzliche Krankenversicherung rund
750.000 Kunden, davon 370.000 aktiv Erwerbstätige, 140.000
Pensionisten und 233.000 Angehörige. Als gesetzliche
Pensionsversicherung ist die SVA für 390.000 Versicherte zuständig.
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