• 05.04.2013, 12:55:57
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Auer übergibt Forderungspapier zur Lebensmittelkennzeichnung an EU-Mandatare

Schluss mit Etikettenschwindel - Verarbeitete Lebensmittel endlich kennzeichnen

Utl.: Schluss mit Etikettenschwindel - Verarbeitete Lebensmittel
endlich kennzeichnen =

Wien (OTS) - "Dass die Lebensmittelindustrie in ganz Europa auf dem
Rücken von Bauern und Konsumenten Etikettenschwindel betreibt, dem
gehört ein Riegel vorgeschoben. Der österreichische Bauernbund zieht
gemeinsam mit den EU-Mandataren Elisabeth Köstinger und Richard
Seeber an einem Strang, um in Brüssel eine verpflichtende
Kennzeichnung für Milch sowie für verarbeitete Milch-, Ei- und
Fleischprodukte durchzusetzen", übergab Bauernbund-Präsident Jakob
Auer heute einen Forderungskatalog nach einer ausgeweiteten
Herkunftskennzeichnung. Bisher waren schon Rind und Kalb mit einem
sogenannten 'Place of Farming'-Label versehen - die Kennzeichnung
gilt im Sinne von geboren, gemästet und geschlachtet im jeweiligen
Land. "Laut Neuregelung der EU-Verbraucherinformation sollen ab
Dezember 2014 auch die Fleischsorten Schwein, Schaf, Ziege und
Geflügel eine Herkunftskennzeichnung ausweisen. Das ist positiv, aber
bei Weitem nicht genug", betonte Auer im Parlament in Wien die
Notwendigkeit einer expliziten "Place of Farming"-Regelung.

Billige ausländische Käfigeier haben Österreich-Ei bei
Backwaren verdrängt

"Ein Großteil der Rohstoffe wird weiterverarbeitet, der Konsument
will umso mehr wissen, was in verarbeiteten Lebensmitteln enthalten
ist und woher die Rohstoffe stammen", spricht sich Auer für völlige
Transparenz bei der Kennzeichnung aus. So sei in Österreich das
Käfighaltungsverbot von Legehennen bereits umgesetzt. In anderen
EU-Ländern wird dieses Verbot, das seit 01.01.2012 gilt, aber
teilweise sehr lax umgesetzt. Automatisch wurden heimische Eier vor
allem bei verarbeiteten Produkten durch günstigere Auslandskäfigeier
verdrängt. "Leider können weder Herkunft noch Haltungsart der Eier
von Kuchen, Gebäck oder Nudeln abgelesen werden. Auch das ist eine
Konsumententäuschung, die beseitigt gehört. Wenn der Konsument
Käfigeier durch die Hintertür auf den Teller bekommt, dann darf ihm
das der Hersteller nicht verheimlichen", forderte Auer ganz
grundsätzlich eine nachvollziehbare Kennzeichnung auch für
verarbeitete Lebensmittel.

Bauernbund handelt - Stöger gefordert

"Wo Österreich draufsteht, muss Österreich drin sein. Wir bemühen uns
seit Jahren um Transparenz. Es liegt aber an Gesundheitsminister
Alois Stöger, im Europäischen Rat endlich durchzusetzen, dass
Konsumenten die Herkunft eines landwirtschaftlichen Produktes
nachvollziehen können", erinnerte der Bauernbund-Präsident den
Gesundheitsminister an seine Pflichten gegenüber den heimischen
Konsumenten.
(Schluss)

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