• 04.04.2013, 13:41:15
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Sibirischer Winter: Hilfe für Vögel weiterhin dringend nötig!

Wien (OTS) - Das Schneechaos stellt nicht nur die WienerInnen und die
AutofahrerInnen auf Probe, sondern auch die wildlebenden Vögel
kämpfen mit dem ungewöhnlich langen Winter. Tierfreunde, die die
gefiederten Freunde in der kalten Jahreszeit gefüttert haben, stehen
derzeit nicht nur vor länger andauernden Aufgaben, sondern auch vor
leeren Regalen in Geschäften. Da der Handel auf so langen Winter
nicht vorbereitet war, wurde das Vogelfutter teilweise bereits im
Februar aus dem Sortiment genommen.

Wahrscheinlich auch deshalb sieht man derzeit vermehrt vor Hunger
völlig entkräftete Tiere, die sich vor der Kälte nicht mehr schützen
können. Teilweise sind auch schon die Jungtiere geschlüpft, denen das
Hungern und Frieren zur Lebensbedrohung werden kann.
In Parks werden die Wildtiere aus verschiedensten Gründen nicht
gefüttert.

In Wien herrscht einerseits ein Verschmutzungsverbot, der besagt,
dass man Essensreste, Tierfutter oder ähnliches nicht in großen
Mengen auf einem Platz leeren darf. Anderseits erhofft man durch den
drakonischen Maßnahmen des Fütterungsverbots das Rattenvorkommen in
der Stadt zu reduzieren. Dabei wird die Tatsache nicht beachtet, dass
gerade die Kadavern von entkräfteten Tieren ein wortwörtlich
"gefundenes Fressen" für Ratten darstellen. Allerdings stehen auf dem
Speiseplan von Ratten eher von Menschen weggeworfenen Lebensmittel
bzw. von den Gästen der Restaurants übriggelassene Speisereste.

Der Wiener Tierschutzverein vertritt die Meinung, dass das Füttern
der wildlebenden Tiere in einer Großstadt -besonders in einem Winter
wie diesmal- Gebot der Humanität ist und von den zuständigen Behörden
unterstützt werden sollte. Das in Parkanlagen aufgestellte Schild
"Füttern verboten" ist in dieser generellen Form rechtlich nicht
haltbar, ja sogar verfassungswidrig. Nur grobe Verschmutzungen
(Futter in riesigen Mengen) sind problematisch, nicht aber das
Futter, das die Tiere dringend brauchen!

Der Wiener Tierschutzverein fordert daher, dass die Futterstellen
auf öffentlichen Plätzen wieder eingerichtet und betreut werden bzw.
eine sinnvolle Fütterung der Wildvögel durch Privatpersonen in der
Wintersaison und bei extremen Witterungen wie in den vergangenen
Wochen genehmigt wird.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | WTV

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