• 04.04.2013, 12:20:08
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Equal Pay Day - Mikl-Leitner: Schuld an der Gehaltsschere sind veraltete Kollektivverträge

Elternkarenzen als Vordienstzeiten anrechnen. Kindererziehungszeiten bei den Gehaltsvorrückungen berücksichtigen. Das wird die Gehaltsschere weiter schließen.

Utl.: Elternkarenzen als Vordienstzeiten anrechnen.
Kindererziehungszeiten bei den Gehaltsvorrückungen
berücksichtigen. Das wird die Gehaltsschere weiter schließen. =

Wien (OTS) - "Es ist für mich unverständlich, dass bis heute Frauen
mit Kindern bei den Gehältern diskriminiert werden. Schon zwei Jahre
Karenz kosten einer Frau durchschnittlich 25.000 Euro an
Lebensverdienst und verringern ihre Pension um mehr als 50 Euro im
Monat. Diese Zahlen bestätigt die Meinung von 82 Prozent der
Österreicherinnen und Österreicher, die finden, dass Frauen beim
Gehalt immer noch benachteiligt werden", so ÖAAB-Bundesobfrau Johanna
Mikl-Leitner anlässlich des morgigen Equal Pay Days.

Mikl-Leitner sieht dringenden Handlungsbedarf: "Die veralteten
Kollektivverträge müssen endlich an die Realität der Menschen
angepasst werden. In Kollektivverträgen werden Zeiten des
Präsenzdienstes und Zivildienstes für Gehaltsvorrückungen
berücksichtigt, ein Karenzurlaub nach Mutterschutzgesetz nicht. Das
ist eine Ungerechtigkeit gerade gegenüber Frauen. Um die Lohnschere
zwischen Frauen und Männern zu schließen, brauchen wir zwei zentrale
Maßnahmen. Erstens die Anrechnung der Kinderbetreuungszeiten bei
Gehaltsvorrückungen und zweitens die Anerkennung von Elternkarenzen
als Vordienstzeiten - und zwar in allen Kollektivverträgen."

"In den vergangenen Jahren konnten wir in einigen Kollektivverträgen
durch verbesserte Anrechnung von Karenzzeiten bereits wesentliche
Schritte in Richtung mehr Einkommensgerechtigkeit setzen. Es ist
jedoch nicht einzusehen, wieso es immer noch Branchen gibt, die
Frauen durch Nichtanrechnung benachteiligen", so Mikl-Leitner
abschließend.

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