• 03.04.2013, 16:27:24
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Dringliche-Stronach/Hagen: Mehr Geld für die Polizei statt teurer Kampagnen für Rekruten

"Werbeprämie" für geworbene Rekruten kommt wesentlich billiger als 2,2 Mio.Euro für die Anwerbung von Polizisten

Utl.: "Werbeprämie" für geworbene Rekruten kommt wesentlich billiger
als 2,2 Mio.Euro für die Anwerbung von Polizisten =

wien (OTS) - "Ministerin Mikl-Leitner leistet sich eine Werbekampagne
für die Polizei um 2,2 Mio. Euro, das sind 4.400 Euro pro neuem
Rekruten und das ist ein Witz", rechnete Team Stronach
Exekutivsprecher Christoph Hagen in der Dringlichen Anfrage der
Ressortchefin vor. Dies sei reine Verschwendung von Steuergeld,
stellte Hagen, selbst Exekutivbeamter, fest und forderte ein
Rekrutierungsmodell, das in Vorarlberg zur Anwendung kommt: "Dort
gibt es eine Kopfprämie für jeden Polizeibeamten, der einen
potentiellen Rekruten anwirbt." Ein solches Modell koste weit
weniger, als teure Werbekampagnen für die Exekutive, erklärte Hagen.

Hagen kritisierte auch Mikl-Leitners Umgang mit dem
Rechnungshofbericht über die Beschaffungsvorgänge in
Innenministerium: "Die Frau Minister hat gesagt, dieser Bericht wäre
lediglich ein Diskussionpapier. Jetzt frage ich: Warum sind dann
immerhin zwei Drittel der Forderungen des RH bereits umgesetzt?"
Hagen wandte sich auch an Amtsvorgängerin Maria Fekter, die 1.000
Beamte mehr versprochen hatte: "Wir brauchen mehr Polizisten, die
auch wieder bezahlte Überstunden leisten können, um die steigende
Kriminalität, vor allem im Einbruchsbereich, zu bekämpfen. Allerdings
wurde das Versprechen nicht gehalten, "dafür hat Frau Fekter 360.000
Euro für persönliches Coaching und Beratung ausgegeben." Steuergeld,
wie Hagen nachsetzte.

Zusätzlich forderte Hagen eine Änderung des Exekutivdienstgesetzes,
das etwa für die Dienstunfähigkeit eines Beamten, der etwa 25 Jahre
im Amt ist, eine "Entschädigung" von monatlich nur 1.200 Euro
vorsieht.

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