• 03.04.2013, 09:41:58
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  • OTS0044 OTW0044

Maklerprovisionsdiskussion gefährdet Interessen und Sicherheit der Mieterinnen und Mieter

Aktuelle Provisionsteilung bringt Sicherheit für die Mieter - Forderung nach Ausweitung des Aufgabenbereiches auf nicht private Bereiche

Utl.: Aktuelle Provisionsteilung bringt Sicherheit für die Mieter -
Forderung nach Ausweitung des Aufgabenbereiches auf nicht
private Bereiche =

Wien (OTS) - Entgegen diverser Wortmeldungen in der aktuellen
politischen und medialen Diskussion zum Thema "Maklerprovision"
werden bereits jetzt ein Großteil der Vermittlungsgeschäfte durch
Doppelmakler durchgeführt und die Maklerprovision auf Vermieter und
Mieter aufgeteilt. Eine einseitige Verschiebung der Kosten auf die
Vermieterseite würde eine wesentliche Verschlechterung der
Mieterposition mit sich bringen.

Michael Pisecky, Obmann der Fachgruppe der Wiener
Immobilientreuhänder: "Maklerprovisionen sind eine Gebühr für die
Leistungen des Maklers gegenüber Vermieter und Mieter sowie die
Rechtssicherheit, die ein Mieter erhält, wenn er einen Mietanbot beim
Makler unterzeichnet. Eine Überwälzung der Provision komplett auf den
Vermieter würde dazu führen, dass viele Immobilien ohne Makler
vermietet werden würden und die Haftungsansprüche bzw. die
Rechtssicherheit der Mieter auf der Strecke bleiben, denn nur Makler
haben die umfangreichen gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen. Eine
solche Forderung ist daher keineswegs im Sinne des Mieterschutzes und
gefährdet einen ganzen Berufsstand massiv!"

Der Mieter erhält vom Makler eine Angebotsübersicht und Vorauswahl
im Internet, Einzelbesichtigungstermine, eine ausführliche
Beschreibung der Immobilie mit allen entscheidungsrelevanten Punkten,
die Erstellung eines Mietangebotes, die Begleitung beim Mietvertrag,
die Wohnungsübergabe, eine Aufklärung nach Konsumentenschutzgesetz §
30b, die Übergabe des Energieausweises, Elektrobefunde etc.. Pisecky:
"Wer behauptet, dass Makler nur für den Vermieter tätig werden, kennt
sich in der Immobilienvermittlung nicht aus!"

Zusätzlich würden viele Wohnungen nicht mehr offiziell vermittelt,
sondern Freunden, Verwandten und Bekannten angeboten werden. So
würden tausende Wohnungen niemals den Markt erreichen und das Angebot
für Wohnungssuchende ohne Beziehungen weiter verknappen. Eine
Preissteigerung für die restlichen Wohnungen am Markt wäre die Folge.

Pisecky abschließend: "Makler sind im Sinne des
Konsumentenschutzgesetzes verpflichtet, Interessenten umfangreich
über die jeweilige Immobilie zu informieren. Dies hat sich in den
letzten Jahren sehr bewährt. Damit nicht nur Mieter im privaten
Bereich diese Leistungen in Anspruch nehmen können, muss
mittelfristig das Aufgabengebiet des Maklers auch auf nicht private
Bereiche erweitert werden!"

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | BTT

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