- 02.04.2013, 12:04:28
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ÖH ad Mitterlehner und Hundstorfer: Höchste Zeit für Reformen!
Studierenden fordern echte Direktauszahlung, laufende Valorisierung, eine kulantere Reglung bei Rückzahlungsforderungen und die Abschaffung der Altersgrenzen
Utl.: Studierenden fordern echte Direktauszahlung, laufende
Valorisierung, eine kulantere Reglung bei
Rückzahlungsforderungen und die Abschaffung der Altersgrenzen =
Wien (OTS) - Für die Österreichische HochschülerInnenschaft steht
außer Frage, worum sich die morgen beginnenden Verhandlungen der
zuständigen Minister Mitterlehner und Hundstorfer drehen müssen,
damit eine Reformierung der Familienbeihilfe endlich spürbare
Verbesserungen für Studierende mit sich bringt. "Es braucht eine
echte Direktauszahlung, eine laufende Valorisierung, eine kulantere
Regelung bei Rückzahlungsforderungen und die Entkoppelung vom Alter
der Studierenden", fasst Janine Wulz vom Vorsitzteam der ÖH die
wichtigsten Forderungen zusammen.
Das aktuelle Beihilfensystem wird schon lange nicht mehr der
Lebensrealität von Studierenden gerecht. "Das durchschnittliche Alter
von Studierenden liegt mittlerweile bei 27 Jahren. Immer mehr
Studierende kommen über den zweiten Bildungsweg an die Hochschulen.
Laut Sozialerhebung 2011 umfasst diese Gruppe unter den
StudienanfängerInnen bereits 10 Prozent - Tendenz steigend. Das ist
auch in jedem Fall zu begrüßen, allerdings ist es höchste Zeit, dass
auch das Beihilfensystem diesen geänderten Studienrealitäten gerecht
wird", so Wulz. "Die Streichung der Familienbeihilfe für alle über 24
Jahre hat diese Situation jedoch weiter verschärft. Die Auszahlung
muss sich an der durchschnittlichen Studiendauer des Bachelor- und
Masterstudiums orientieren, die Altersgrenzen müssen endlich der
Vergangenheit angehören."
Auch die aktuelle Höhe der Beihilfe ist viel zu niedrig. "Die
Familienbeihilfe wurde zuletzt 2001 an die Inflation angepasst.
Studierende mussten dadurch im Jahr 2012 bereits einen
Kaufkraftverlust von mehr als 460 Euro über andere Wege ausgleichen.
Die restriktive Handhabung der Zuverdienstgrenze bringt für
erwerbstätige Studierende jedoch zusätzlich Existenz bedrohende
Konsequenzen mit sich. Wer auch nur einen Euro zu viel dazu verdient
muss die Beihilfe für das gesamte Kalenderjahr zurückzahlen", so
Wulz.
Die kürzliche Änderung in Bezug auf die Auszahlungsmodalitäten greift
für die ÖH zu kurz und ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein.
"Eine echte Direktauszahlung darf nicht die Zustimmung der
Erziehungsberechtigten voraussetzten", so Wulz. "Gerade in strittigen
Fällen, in denen die Direktauszahlung für Studierende eine große
finanzielle und psychische Erleichterung sein könnte, führt weiterhin
kein Weg daran vorbei die Eltern vor Gericht zu zerren."
"Es liegt in den Händen der Minister Mitterlehner und Hundstorfer die
Interessen von uns Studierenden ernst zu nehmen und endlich längst
überfällige Reformen einzuleiten", appelliert Wulz an die zuständigen
Minister. "An einer echten Direktauszahlung, der über ein Jahrzehnt
verabsäumten Valorisierung, der Abschaffung der Altersgrenzen und
einer kulanteren Reglung bei Rückzahlungsforderungen darf kein Weg
vorbei führen."
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