• 29.03.2013, 12:45:45
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RfW-BO Amann: WB-Haubner-Kritik an überbetrieblichen Lehrausbildungsstätten: Es spricht "Häuptling gespaltene Zunge"!

"Da der WB nun auch aufgewacht zu sein scheint, soll er auch gemeinsam mit dem RfW für eine finanzielle Stärkung der betrieblichen Lehre zugunsten der "Scheinwelt" ÜLA einteten."

Utl.: "Da der WB nun auch aufgewacht zu sein scheint, soll er auch
gemeinsam mit dem RfW für eine finanzielle Stärkung der
betrieblichen Lehre zugunsten der "Scheinwelt" ÜLA einteten." =

Wien (OTS) - "Es spricht "Häuptling gespaltene Zunge": In
Karfreitags-Aussendungen ereifert sich
Wirtschaftsbund-Generalsekretär Peter Haubner plötzlich gegen das
System der staatlich gelenkten überbetrieblichen
Lehrausbildungsstätten (ÜLA). Ich darf ihm aber in Erinnerung rufen,
dass er - genauso wie alle anderen WB-Funktionäre, die im Nationalrat
sitzen, - dieses Unding mitbeschlossen und damit erst ermöglicht
haben! Was Haubner hier betreibt ist "Polit-Schizophrenie" der
übelsten Sorte!", so heute RfW-Bundesobmann Fritz Amann.

Nichtsdestotrotz sei es erfreulich, dass nun auch der Wirtschaftsbund
aufgewacht sei und sich der Kritik des RfW am System der staatlich
gelenkten überbetrieblichen Lehrausbildungsstätten (ÜLA) anschließe.
Ein ÜLA-Platz koste den Steuerzahler über 17.000 Euro pro Jahr, bei
den ÜLAs scheitere etwa jeder Dritte an der Lehrabschlussprüfung.
"ÜLAs bieten keine praxisnahe Ausbildung und keine echten
Perspektiven für die Jugendlichen, sie "schönen" vor allem die Zahlen
bei der Jugendarbeitslosigkeit. Eine betriebliche Lehre hingegen ist
eine echte "Ausbildungs- und Jobgarantie", so Amann. Noch dazu
verursache eine betriebliche Lehrstelle für den Steuerzahler deutlich
weniger Kosten: Ein betrieblicher Lehrling koste den Steuerzahler
5.605 Euro pro Jahr, rund die Hälfte davon würden die Unternehmen
über den "Pleitefonds" selbst zahlen "Allein das Steuergeld, das die
Regierung Jahr für Jahr in die ÜLAs hineinpumpt, wäre daher für einen
Blum Bonus Neu hundertmal effizienter und besser eingesetzt. Der
"alte" Blum Bonus hat mit einem Einsatz von rund hundert Millionen
Euro über 12.500 zusätzliche betriebliche Lehrstellen gebracht", so
Amann.

Da nun offensichtlich auch der Wirtschaftsbund aufgewacht sei, geht
Amann davon aus, dass der WB gemeinsam mit dem RfW für eine
finanzielle Stärkung der betrieblichen Lehre zugunsten der
"Scheinwelt" der ÜLAs" eintreten werde - etwa durch einen Blum Bonus
Neu, die Wiedereinführung der "Qualitätskontrolle" zur Mitte der
Lehrzeit etc. "Und das nicht nur in der Wirtschaftskammer, sondern
klarerweise auch im Parlament. Und da auch Wirtschaftsminister
Mitterlehner und Finanzministerin Fekter Wirtschaftsbundmitglieder
sind, sollte es auch seitens der Regierung entsprechende Initiativen
geben - und zwar noch vor der Wahl. Wenn nicht, ist das der beste
Beweis dafür, dass der Einsatz des Wirtschaftsbundes für die
betriebliche Lehre und die ausbildenden Betriebe sich wieder einmal
in leeren Worten erschöpft", so Amann.

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