- 28.03.2013, 08:54:09
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Greenpeace: Nicht herumeiern, Minister Stöger! Lose Ostereier kennzeichnen!
Greenpeace Ostereier-Check deckt grobe Kennzeichnungslücken bei einzeln verkauften Ostereiern auf
Utl.: Greenpeace Ostereier-Check deckt grobe Kennzeichnungslücken
bei einzeln verkauften Ostereiern auf =
Wien (OTS) - Greenpeace-Aktivistinnen und -Aktivisten protestieren
heute vor dem Gesundheitsministerium unter dem Motto "Nicht
herumeiern, Minister Stöger! Lose Ostereier kennzeichnen!", um auf
bestehende Kennzeichnungslücken bei einzeln verkauften Ostereiern
aufmerksam zu machen. Greenpeace hat vor Ostern die Ergebnisse des
jährlichen "Ostereier-Checks" veröffentlicht. Die im Zuge des
Online-Einkaufsratgebers www.marktcheck.at durchgeführte Untersuchung
verdeutlicht, dass es bei der Kennzeichnung massive Probleme gibt.
Die Greenpeace-Kritik betrifft vor allem die mangelnde Transparenz
bei einzeln verkauften Ostereiern, die keiner verpflichtenden
Kennzeichnung unterliegen. "Die Konsumentinnen und Konsumenten haben
ein Recht darauf zu erfahren, wie gekaufte Ostereier produziert
werden. Minister Stöger muss daher für Transparenz bei losen
Ostereiern sorgen", fordert Claudia Sprinz, Konsumentensprecherin bei
Greenpeace.
Greenpeace-Aktivistinnen und -Aktivisten verteilen daher heute vor
dem Gesundheitsministerium Bio-Ostereier an die Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter des Ministeriums. Außerdem habe sie ein Osternest, das
richtig gekennzeichnete lose Ostereier enthält, an einen Mitarbeiter
des Ministerbüros überreicht. Dieses soll das Gesundheitsministerium
daran erinnern, die Kennzeichnungslücke durch Erlassen einer
entsprechenden Verordnung rasch zu schließen. Eine neue Verordnung
für lose Ostereier muss Verbraucherinnen und Verbraucher mindestens
die gleichen Informationen wie bei verpackten Ostereiern zur
Verfügung stellen. Dies sind Firma und Anschrift des erzeugenden oder
verpackenden Betriebs, Mindesthaltbarkeitsdatum, Farbstoff mit
E-Nummer sowie die Haltungsform der Hühner. Zusätzlich fordert
Greenpeace die Kennzeichnung des Herkunftslandes der Ostereier und
der Futtermittel der Hennen (mit oder ohne Gentech-Futter).
Die EU-Etikettierungsrichtlinie weist explizit darauf hin, dass die
Mitgliedsstaaten die Möglichkeit haben, die Einzelheiten der
Etikettierung unverpackter Lebensmittel festzulegen, vor allem wenn
es dem Gesundheitsschutz und dem Schutz der Verbraucher und
Verbraucherinnen vor Täuschung dient. "Minister Stöger muss jetzt die
notwendigen Schritte für eine Verordnung zur lückenlosen
Kennzeichnung auch von lose verkauften Ostereiern setzen. Das Fehlen
einer solchen Regelung öffnet Tür und Tor dafür, dass den
österreichischen Konsumentinnen und Konsumenten unwissentlich weit
gereiste Käfigeier untergejubelt werden, die mit dem Einsatz von
Gentech-Futter und gesundheitlich problematischer Azo-Farbstoffen
produziert wurden", so Sprinz abschließend.
Alle Ergebnisse des Greenpeace "Osterei-Checks finden Sie unter:
http://marktcheck.greenpeace.at/ostereier
Bildmaterial schicken wir Ihnen gerne auf Anfrage (mail to:
[email protected]) zu.
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