• 20.03.2013, 14:47:22
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Lesben und Schwule demonstrieren für gleiche Rechte

Freitag, 22. März um 16:30 vor der ÖVP-Zentrale. Motto: "Erstklassige Rechte"

Utl.: Freitag, 22. März um 16:30 vor der ÖVP-Zentrale. Motto:
"Erstklassige Rechte" =

Wien (OTS) - Seit dem Straßburger Gerichtsurteil über die
Stiefkind-Adoption für gleichgeschlechtliche Partnerschaften muss
Österreich zum wiederholten Mal Diskriminierungen beseitigen. Bereits
Ende 2009, kurz vor Einführung der "Eingetragenen Partnerschaft"
machten Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender und deren
Freundinnen und Freunde auf die vielen Diskriminierungen, die
weiterhin bestehen blieben, aufmerksam und veranstalteten die
Demonstration "Erstklassige Rechte statt zweitklassige Gesetze".

Da auch dieses Mal wieder nur die von Gerichten beanstandeten
Regelungen repariert werden, und nicht eine umfassende Gleichstellung
folgt, rufen am Freitag, den 22. März um 16.30 Uhr der Verein FAmOs -
Familien Andersrum Österreich, das Rechtskomitee Lambda, die Grünen
Andersrum und die SoHo (Sozialdemokratische Lesben, Schwulen,
Bisexuellen, Transgender und Intersexuellen Organisation) eine zweite
Auflage der Demonstration "Erstklassige Rechte für erstklassige
Eltern".

Marco Schreuder, Bundessprecher der Grünen Andersrum: "Es ist leider
wieder die ÖVP, die eine völlige Gleichstellung ablehnt, trotz der
richtigen Appelle von Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek. Dabei
könnte sich die Republik viel Ärger sparen, wenn sie alle
Diskriminierungen einfach ein für alle Mal beseitigt, statt ständig
Gerichtsurteilen hinterher zu hinken. Es ist unerträglich, dass
Lesben und Schwule ihre Menschenrechte ständig einklagen müssen,
statt dass die Politik das erledigt."

Barbara Schlachter vom Verein FAmOs, der ebenso zur Demonstration
aufruft, meint: "Wir begrüßen es zwar sehr, dass Justizministerin
Karl versprochen hat, das Verbot der Stiefkind-Adoption so schnell
wie möglich aufzuheben und somit eine unserer Forderungen zu
erfüllen, aber der Dank gebührt nicht Ministerin Karl und der
Regierung sondern dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte.
Namhafte Vertreter der ÖVP bezeichnen uns und unsere Kinder nach wie
vor als minderwertig, wie erst kürzlich Oberösterreichs
Landeshauptmann Josef Pühringer, der vor einer Gleichstellung gewarnt
hat. Diesen verletzenden Diskriminierungen wollen wir einfach nicht
länger ausgesetzt sein und verlangen deshalb jetzt nach Unterstützung
von der Regierung indem sie uns und unseren Kindern gleiche Rechte
gewährt."

Helmut Graupner, Präsident des Rechtskomitees Lambda, stellt klar:
"Wir sind keine Menschen zweiter Klasse, daher akzeptieren wir auch
keine Rechte zweiter Klasse. Wir wollen nicht mehr Rechte als andere,
aber auch nicht weniger. Alles was wir wollen, ist die Einlösung
eines Grundprinzips der Gerechtigkeit: Ein Recht für Alle!"

Die Demonstration "Erstklassige Rechte für erstklassige Familien"
findet am Freitag, den 22. März statt. Beginn ist um 16:30 vor der
ÖVP-Zentrale in der Lichtenfelsgasse. Marschiert wird, mit Abstecher
zum Justizministerium, zum Parlament. Dort findet ca. 18 Uhr die
Abschlusskundgebung statt.

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