• 20.03.2013, 13:29:59
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Auer: Österreich verhandelte hart bei wichtiger GAP-Zwischenetappe

Öko-Leistungen bei Greening anrechenbar - Berlakovich erkämpft Österreich-Position

Utl.: Öko-Leistungen bei Greening anrechenbar - Berlakovich erkämpft
Österreich-Position =

Wien (OTS) - "Die EU-Agrarminister haben mit ihrem
Kompromissbeschluss klar gezeigt, dass sie die österreichische
Vorreiterrolle beim Agrarumweltprogramm ÖPUL als Vorzeigemodell
honorieren und die bisherigen Umweltleistungen unserer Bauern als
Greening anrechnen wollen", erklärte Bauernbund-Präsident Jakob Auer
in einer ersten Reaktion auf die gestern beschlossene Position des
Europäischen Agrarrates. Mit der Anrechenbarkeit von Umweltleistungen
für das Greening sei eine ganz zentrale Forderung Österreichs
bestätigt worden, die in der Position des EU-Parlaments infrage
gestellt worden war. "Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich
hat hart verhandelt und konnte die Verhandlungsposition Österreichs
erfolgreich durchsetzen", gratulierte der Bauernbund-Präsident zum
erzielten Ratsbeschluss.

Österreich erhält vom Rat exzellente Noten als
Umwelt-Musterschüler

"Berlakovich hat erreicht, dass die Umweltleistungen unserer
Bauern für das Greening anrechenbar sind", erklärte Auer.
"Selbstverständlich gibt es keine von einigen Sozialisten in den Raum
gestellten Doppelförderungen", hat Auer wenig Verständnis für
sachunkundige Interpretationen. Mit der Anrechenbarkeit folgt der
EU-Ministerrat sowohl der Auffassung der EU-Kommission und "erteilt
dem rot-grünen Mehrheitsentscheid des EU-Parlaments eine klare
Absage", so Auer. "Statt Flächenstilllegung, wie von der
EU-Kommission ursprünglich vorgesehen, gibt es nun - wie stets von
Österreich gefordert - die Möglichkeit, Eiweißpflanzen anzubauen und
damit den europäischen Eigenversorgungsgrad bei Futtermitteln zu
verbessern", sieht Auer seine Forderung nach einer produzierenden
statt einer stillgelegten Landwirtschaft erfüllt.

Zwischenetappe mit rosa Trikot absolviert

"Mit dem jetzigen Beschluss haben wir eine wichtige Zwischenetappe
der Verhandlungstour zur Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) sozusagen mit
dem 'rosa Trikot' absolviert, die in Richtung bäuerlicher
Landwirtschaft, Anerkennung von Umweltleistungen und weniger
Bürokratie zeigt", so Auer. Zugestanden wurde Österreich auch der
zeitliche Übergangspuffer von sechs Jahren beim Umstieg auf das
Regionalmodell. Weiters könne auch in der kommenden GAP-Periode die
Prämie für Bergbauernbetriebe in der derzeitigen Höhe ausbezahlt
werden. "Bei den bis Juni anberaumten Trilog-Verhandlungen geht es
darum, die Positionen zwischen EU-Kommission, Rat und Parlament
tragfähig auszutarieren", so Bauernbund-Präsident Jakob Auer
abschließend.
(Schluss)

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