- 19.03.2013, 08:35:13
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Hypo Alpe-Adria-Bank AG 2012 in Österreich erneut mit positiver Bilanz
Klagenfurt am Wörthersee (OTS) - Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit von rund EUR +17 Mio.;
Eigenmittelquote mit rund 12 % klar über gesetzlicher Vorschrift;
Volumen der neu vergebenen Kredite auf EUR 230 Mio. fast verdoppelt;
Notleidende Kredite um über 75 % verringert;"Hypo in Kärnten" nach
Spaltung schlanker und eigenständig positioniert.
Die Hypo Alpe-Adria-Bank AG (HBA) - die Banktochter der Hypo
Alpe-Adria-Bank International AG in Kärnten, legt für das abgelaufene
Geschäftsjahr die zweite positive Jahresbilanz in Folge und steigert
in einem schwierigen Marktumfeld ihre Ertragskraft dabei nochmals
signifikant. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit lag
2012 bei EUR 16,95 Mio. (2011: EUR 10,18 Mio.) und damit um knapp 70
Prozent über dem Vergleichszeitraum. Durch die 2012 durchgeführte
Abspaltung von nichtstrategischen Geschäftsfeldern und deren
Übernahme durch die Konzernmutter, beläuft sich der Jahresüberschuss
unter Berücksichtigung des außerordentlichen Ergebnisses aus der
Restrukturierung und nach Abzug von Steuern auf rund EUR 48,1 Mio.
Die durch die Spaltung entstandene "Hypo in Kärnten" ist eine
deutlich schlankere (Die Bilanzsumme verringerte sich im
Jahresvergleich um ein Drittel auf EUR 3,86 Mrd.), klar fokussierte,
sich unabhängig von ihrer Konzernmutter refinanzierende und
nachhaltig profitable Bank. Sie positioniert sich eigenständig als
regionale Universalbank mit einer starken Verankerung am Kärntner
Markt und einer klaren Nischenstrategie an den Standorten Wien und
Salzburg. Die Zahl der Mitarbeiter blieb trotz der Spaltung mit 453
Mitarbeitern im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Das Volumen der
notleidenden Kredite verringerte sich von EUR 641 Mio. in 2011 um 78
% auf nunmehr EUR 143 Mio. oder vier Prozent am Gesamtexposure.
"Nach den vergangenen schwierigen Jahren und der Aufarbeitung der
Risikolage der Bank, den Maßnahmen zur Reduktion der Kosten und
Komplexität interner Abläufe sowie der Konzentration auf solides
Bankgeschäft in nachhaltigen Geschäftsbereichen, zeigt es sich, dass
die Hypo in Kärnten mit ihrer Neuausrichtung auf einem erfolgreichen
Weg ist.", so Vorstandsvorsitzender Gerhard Salzer anlässlich der
Ergebnispräsentation.
Bilanzentwicklung
Zum 31.12.2012 wies die Hypo Alpe-Adria-Bank AG eine Bilanzsumme von
EUR 3.861 Mio. aus (Vorjahr EUR 5.740 Mio.). Der Rückgang ist mit der
Abspaltung nicht strategischer Vermögenswerte in der Höhe von EUR
1.981 Mio. auf die Muttergesellschaft Hypo Alpe-Adria-Bank
International AG begründet. Das Kreditvolumen reduzierte sich in
Folge ebenfalls von EUR 4.686 Mio. auf EUR 2.867 Mio., wohingegen das
Neugeschäft mit EUR 230 Mio. im Vergleich zum Wert des Jahres 2011
(121 Mio.) um 89 % zunahm.
Kundeneinlagen und eigene Emissionen waren mit EUR 3.175 Mio. leicht
rückläufig (2011: EUR 3.423 Mio.), was einem Anteil an der
Refinanzierungen von rund 82 % entspricht. EUR 792 Mio. entfielen
dabei auf Spareinlagen und EUR 783 Mio. auf Sicht- und
Termineinlagen.
Die Loan to Deposit Ratio beträgt unter Einbezug der eigenen
Emissionen 90,3 % (2011: 136,9 %), was für eine Regionalbank eine
bemerkenswert positive Größenordnung darstellt.
Die Bankverbindlichkeiten weisen einen Stand von EUR 412 Mio. (2011:
EUR 1.919 Mio.) auf. Infolge der durchgeführten Spaltung wurde die
gesamte Refinanzierungslinie von der Hypo Alpe-Adria-Bank
International AG, die per 31.12.2011 EUR 1.354 Mio. betragen hat,
rückgeführt.
"Mit der Umstrukturierung in organisatorischer und finanztechnischer
Hinsicht ist ein Institut entstanden, das heute unabhängig von der
Konzernmutter und aus eigener Kraft am Markt agieren kann.", erklärt
Finanzvorstand Fritz Racher die Fortschritte auf dem
Restrukturierungs- und Privatisierungspfad im abgelaufenen
Geschäftsjahr.
Eigenmittel
Die gesamten anrechenbaren Eigenmittel gemäß BWG betrugen per
Jahresende 2012 EUR 164 Mio. (2011: EUR 265 Mio.). Es wurde damit
eine Überdeckung der Mindesterfordernis von EUR 52 Mio. bzw. ein
Deckungsgrad von 146 % (2011: 152 %) erzielt. Bezogen auf die gesamte
Eigenmittelbemessungsgrundlage (inkl. Markt- und operationellem
Risiko) ergibt sich per 31.12.2012 eine Eigenmittelquote von 11,68 %
(2011: 12,18 %), die weit über der gesetzlich vorgeschriebenen
Mindestquote in Österreich von 8,00 % liegt.
Ergebnisentwicklung
Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die Hypo Alpe-Adria-Bank AG ihr
Ergebnis das vierte Halbjahr in Folge positiv abgeschlossen. Mit
dieser nachhaltigen Entwicklung war 2012 auch eine deutliche
Steigerung des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
verbunden. Basis dieser Ergebnisentwicklung sind die nahezu
abgeschlossenen Restrukturierungsmaßnahmen, sowie die Abspaltung
weiterer Teile der nicht strategischen bzw. belastenden
Geschäftsbereiche sowie die erfreuliche Entwicklung im Kerngeschäft
der Bank. Das operative Ergebnis konnte trotz der Abspaltung von
Vermögenswerten auf stabilem Niveau gehalten werden. Die
Kreditrisikovorsorgen waren auch im abgelaufenen Geschäftsjahr auf
historisch niedrigem Niveau, was insbesondere auf die erfolgreiche
intensive Bearbeitung der verbleibenden Non Performing Loan
Positionen sowie auf die strikte Einhaltung der risikoadäquaten
Neugeschäftsvergabe zurückzuführen ist. Die Neuausrichtung der Bank
und das optimierte Kreditportfolio im Sinne einer risikobewussten
Streuung werden auch zukünftig einen positiven Beitrag im operativen
Ergebnis und im Vorsorgeergebnis leisten.
Nach der Spaltung beliefen sich die Betriebserträge 2012 auf EUR 67,8
Mio., der Nettozinsertrag erreichte EUR 39 Mio.
Das Provisionsergebnis liegt spaltungsbedingt mit EUR 16,4 Mio. unter
dem Wert des Vorjahres mit EUR 18,2 Mio.
Das außerordentliche Ergebnis in Höhe von EUR 38,1 Mio. resultiert
vor allem aus der spaltungsbedingten Kündigung des Ergänzungskapitals
in der Höhe von EUR 40,0 Mio. und der damit verbundenen Realisierung
der in der Vergangenheit angelaufenen Verluste im Rahmen der
Lastenteilung, wobei weit über 80 % des Nominales von der
Konzernmutter beziehungsweise anderen institutionellen Investoren
getragen wurden. Nach Berücksichtigung der Steuern und Steuereffekte
aus der Gruppenbesteuerung von EUR 6,9 Mio. betrug der
Jahresüberschuss des abgelaufenen Geschäftsjahres EUR 48,1 Mio.
(2011: EUR 7,4 Mio.)
Marktvorstand Peter Lazar erläutert zum Thema der Lastenteilung: "Die
heutige Bankführung bedauert aufrichtig, dass im Rahmen der Abdeckung
der Verluste aus der Vergangenheit auch private Anleger in ihrer
Rolle als Anteilseigner wie gesetzlich vorgeschrieben betroffen
waren. Im Rahmen der Beraterhaftung konnte dieser Beitrag in
zahlreichen persönlichen Gesprächen auf das mögliche Minimum
reduziert werden."
Ausblick
Nach Durchführung umfangreicher interner Restrukturierungsmaßnahmen
und der Herauslösung von Geschäftsfeldern, die nicht mehr zum
strategischen Kerngeschäft gehören, stellt sich die Hypo
Alpe-Adria-Bank AG seit dem Geschäftsjahr 2012 als kleinere, noch
kundenorientiertere und einfacher strukturierte Universalbank dar.
Die Hypo Alpe Adria Gruppe hat über ihren Eigentümer die Republik
Österreich einen adaptierten Umstrukturierungsplan im Rahmen des
laufenden Beihilfeverfahrens im Februar 2013 bei der Europäischen
Kommission eingebracht. Das Ergebnis des Beihilfeverfahrens liegt
noch nicht vor, ein Abschluss wird für die erste Jahreshälfte 2013
erwartet. Teil des Umstrukturierungsplanes ist als nächster
nachhaltiger und werterhaltender Schritt, die Fortführung der im Jahr
2012 gestarteten Privatisierung der Hypo Alpe-Adria-Bank AG. Abhängig
von den sich im Zuge der Verkaufsverhandlungen ergebenden Resultaten
scheint ein Vertragsabschluss (Signing) im Laufe des Jahres 2013 aus
heutiger Sicht ein realistisches Ziel. Aus wirtschaftlicher Sicht
erwartet der Vorstand der Bank für das Geschäftsjahr 2013 eine
konstante Fortführung des operativen Ergebnisses der vergangenen zwei
Geschäftsjahre.
ENDE DER PRESSEMELDUNG
Hypo Alp- Adria-Bank AG
Die Hypo Alpe-Adria-Bank AG verfügt in Österreich über 16 Standorte
in Kärnten, Wien und Salzburg und beschäftigt 453 Mitarbeiter.
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