- 18.03.2013, 14:15:43
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Abentung: Brüsseler rot-grünes Abstimmungschaos bedroht bäuerliche Betriebe
Verschärfte Auflagen für Umwelt- und Bioprogramme - Grüne torpedieren Biobetriebe
Utl.: Verschärfte Auflagen für Umwelt- und Bioprogramme - Grüne
torpedieren Biobetriebe =
Wien (OTS) - "Noch weiter könnten Worte und Taten nicht
auseinanderklaffen", reagierte Bauernbund-Direktor Johannes Abentung
verwundert auf eine Aussendung der SPÖ-Europamandatarin Karin
Kadenbach und Behauptungen von NR-Abgeordneten Wolfgang Pirklhuber.
"EU-Abgeordnete Kadenbach beteuerte treuherzig, sie sei stolz darauf,
dass Österreich EU-Spitzenreiter in der Bio-Produktion sei. Zudem
will sie sich bei der diesbezüglichen Abstimmung im EU-Parlament
dafür eingesetzt haben, dass der Biolandbau für das Greening
anrechenbar ist. Schaut man aber in die Abstimmungslisten ist ganz
klar, dass sowohl die Grünen als auch Kadenbach und ihre
Fraktionsmitglieder gegen diese Anrechenbarkeit gestimmt haben",
zeigte sich Abentung über diese Falschmeldungen verärgert. "Konkret
müssten damit alle Biobetriebe Greening-Auflagen einhalten. Das ist
eine heftige Verschärfung gegenüber den Vorschlägen der Kommission",
wunderte sich der Direktor, dass ausgerechnet die Grünen die
Biobetriebe noch mit zusätzlichen Auflagen belasten wollen.
Erinnerungslücken zeigen peinliches SPÖ-Abstimmungschaos
Kadenbach hatte außerdem behauptet, dass die Anrechenbarkeit von
Bio auf das Greening eine Parlamentsmehrheit erhalten hätte. "Nicht
nur, dass Frau Kadenbach vergessen hat, wie sie abstimmte, sie
ignoriert das Ergebnis des Votums", so Abentung. "Durch dieses Votum
der Sozialisten und Grünen werden tausende heimische Biobetriebe, die
bereits seit Jahrzehnten Umweltleistungen weit über das Gesetz hinaus
erbringen, massiv benachteiligt. Erinnerungslücken einzelner
Mandatare können sich schnell in politische Fahrlässigkeit
verwandeln", fasste Abentung das Abstimmungschaos der
sozialdemokratischen und grünen Abgeordneten zusammen. "Offenbar ist
die Verwirrung bei Pirklhuber darauf zurückzuführen, dass
Bioprogramme in einem eigenen Artikel - getrennt von den
Agrarumweltprogrammen - abgestimmt wurden. Es sieht ganz danach aus,
dass die Grünen irrtümlich Bio torpediert haben, obwohl sie
eigentlich ÖPUL gemeint hätten. "So hat auch die Grün-Abgeordnete
Ulrike Lunacek für die Verschärfung bei Bio gestimmt, ÖVP-Mandatarin
Elisabeth Köstinger war selbstverständlich dagegen", informierte
Abentung.
Hoffnung auf umwelt- und biofreundliche Verhandlungslinie im
Agrarministerrat
"Mit dieser Abstimmung ist die Verhandlungsposition des
EU-Parlaments fixiert. Unglücklicherweise haben die Grünen in
unheiliger Allianz sowohl die Umweltprogramme als auch den Bio-Sektor
benachteiligt. Durch das rot-grüne Abstimmungsdesaster könnte der
Erfolgsweg von Bio in Österreich und Europa leichtfertig zunichte
gemacht worden sein", richtet der Bauernbund-Direktor jetzt höchste
Erwartungen an den dieswöchigen EU-Agrarministerrat. Der Bauernbund
habe sich stets für eine sinnvolle Weiterentwicklung der heimischen
Biobranche eingesetzt. "Um die hohe Umweltqualität in
flächendeckendem Ausmaß aufrechtzuerhalten, ist es notwendig, dass
auch Agrarumweltmaßnahmen und Natura 2000 auf das Greening
anrechenbar sind", verlangte Abentung abschließend eine Definition
der EU-Greening-Vorschriften, die bisherige Umweltstandards wirklich
honoriert anstelle von Öko-Diktatur.
(Schluss)
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