- 18.03.2013, 13:57:25
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Schwerer Pflegemangel in Klagenfurter Pflegeheim
Kärntner Sozialreferent LR Ragger erstattete Anzeige bei der Staatsanwaltschaft - Wochenlanger Leidensweg einer demenzkranken Frau
Utl.: Kärntner Sozialreferent LR Ragger erstattete Anzeige bei der
Staatsanwaltschaft - Wochenlanger Leidensweg einer
demenzkranken Frau =
Klagenfurt (OTS/LPD) - Sozialreferent LR Christian Ragger hat heute,
Montag, eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft wegen eines schweren
Pflegemangels in einem Klagenfurter Pflegeheim veranlasst. In einer
Sachverhaltsdarstellung an die Anklagebehörde wird dargelegt, dass
das Druckgeschwür (Dekubitus) einer Alzheimerpatienten wochenlang
nicht adäquat behandelt worden ist und sich daher bis zum schwersten
Grad entwickeln konnte.
Für Ragger hat dieser Fall eine schlimme Dimension: "Es besteht
der Verdacht, dass diese Heimbewohnerin wochenlang Schmerzen ertragen
musste, weil keine richtige Pflegediagnose gestellt worden ist. Aus
diesem Grund stellt sich auch die Frage, ob sie genügend
Schmerzmittel erhalten hat. Denn es hat auch lange gedauert, bis ein
Arzt der Schmerzambulanz beigezogen worden ist", so der
Sozialreferent.
Die mangelnde Schmerzbehandlung von Heimbewohnern, die sich
aufgrund ihrer Demenz nicht mehr äußern können, sei ohnehin ein
ernstes Thema für alle Pflegeheime. In diesem konkreten Fall sei auch
zu klären, warum eine beigezogene Ärztin und eine ebenfalls
beigezogene ausgebildete Wundmanagerin das Geschwür der Klientin
offenbar falsch gedeutet hätten und dadurch Maßnahmen, die ein
Fortschreiten des Geschwürs verhindern hätten können, unterblieben
sind.
Ragger wies darauf hin, dass die Heimaufsicht der Sozialabteilung
diesen tragischen Fall ausführlich überprüft habe und der
Staatsanwaltschaft umfangreiche Unterlagen vorlegen könne. Das
Pflegeheim habe nicht von sich aus Meldung erstattet. Bekannt
geworden sei der Fall durch den Sohn und Sachwalter des Opfers, so
Ragger.
(Schluss)
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