- 15.03.2013, 09:42:36
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Pensionsversicherung: Verbesserung bei Pflege von behinderten Kinder
AKNÖ: Rückwirkende kostenlose Selbstversicherung auf 10 Jahre ausgeweitet
Utl.: AKNÖ: Rückwirkende kostenlose Selbstversicherung auf 10 Jahre
ausgeweitet =
Wien (OTS/AKNÖ) - Die Pflege eines behinderten Kindes erfordert oft
die gänzliche Beanspruchung eines Elternteiles. Dieser kann daher
keiner Erwerbstätigkeit nachgehen und damit auch keine Pensionsjahre
sammeln. Aus diesem Grund gibt es für Betroffene die Möglichkeit,
sich freiwillig selbst in der Pensionsversicherung zu versichern.
Seit Beginn dieses Jahres sogar rückwirkend für 10 Jahre.
Über 13 Jahre lang pflegte Sabine Z. ihren schwerbehinderten Sohn und
konnte in dieser Zeit deshalb nicht arbeiten. Die Folge: Es fehlen
ihr die Versicherungsjahre. "Was die Mutter nicht wusste: Für den
Fall konnte man sich bei der Pensionsversicherung freiwillig und
kostenlos versichern lassen", sagt AKNÖ-Expertin Dr. Ursula Janesch.
So wie Frau Z. ging es zahlreichen Elternteilen mit dem gleichen
Schicksal. Zwar gab es schon bisher die Möglichkeit, sich rückwirkend
bis maximal ein Jahr rückversichern zu lassen, in den meisten Fällen
bedeutete das jedoch bestenfalls einen Tropfen auf dem heißen Stein.
Seit 1. Jänner ist ein neues Gesetz in Kraft: Demnach können
Betroffene insgesamt 10 Jahre (maximal 120 Monate) an
Selbstversicherung bei der Pensionsversicherungsanstalt rückwirkend
beantragen. Infrage kommen dafür jene Pflegemonate, die zwischen 1.
Jänner 1988 bis 31. Dezember 2012 liegen.
Die Voraussetzung für den Anspruch auf diese rückwirkende
Versicherung: Für das behinderte Kind wurde die erhöhte
Familienbeihilfe gewährt und der Wohnsitz muss sich im Inland
befinden. Die pflegende Person muss dafür aber einen Antrag bei der
Pensionsversicherungsanstalt stellen. "Viele Betroffene haben aus
Unkenntnis über diese Möglichkeit keinen Antrag gestellt und so viele
Pensionsjahre verloren. Deshalb empfehlen wir, sich bei Erfüllung der
Voraussetzungen unbedingt rückwirkend selbst zu versichern", sagt
Dr. Ursula Janesch.
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