• 14.03.2013, 14:43:16
  • /
  • OTS0259 OTW0259

SPÖ-Klubtagung - Bgm.Häupl (2): Für eine "Ökonomie der rauchenden Köpfe, statt der rauchenden Schornsteine"

Wissensbasierte Ökonomie, Innovationen und Bildung als wertvollste Investitionen in Wiens Zukunft

Utl.: Wissensbasierte Ökonomie, Innovationen und Bildung als
wertvollste Investitionen in Wiens Zukunft =

Wien (OTS/SPW-K) - Kultur sei Wiens allergrößtes "Asset", dennoch
werde mit der tradierten Kultur alleine nicht das Auslangen gefunden.
"Wir müssen uns immer wieder auch auf aktuelle
gesellschaftspolitische und künstlerische Auseinandersetzungen
einlassen", erklärte der Vorsitzende der SPÖ Wien, Bürgermeister
Michael Häupl, bei seiner Rede im Rahmen der Klubtagung der SPÖ Wien
im burgenländischen Rust. Das Wien Museum stehe ja nicht umsonst auch
im SPÖ-Wahlprogramm. Gerade die Standortentscheidung würde sich
logisch aus allen anderen, vorangegangenen Entscheidungen ableiten.
Es sei auch kein Zufall, dass in den vergangenen Jahren rund um Wien
- bis weit ins Burgenland und nach Niederösterreich - so viele neue
Festivals entstünden. Sie brächten einen kulturellen,
wirtschaftlichen und regionalen Nutzen.

"Sicherheit ist ebenfalls ein Asset unserer Stadt", berichtete der
Bürgermeister. In erster Linie sei damit selbstverständlich soziale
Sicherheit und Gesundheitsversorgung gemeint, aber, auch im engeren
Sinne. "Die Wienerinnen und Wiener sind ebenso wie unser Gäste eine
niedrige Kriminalitätsrate gewohnt", unterstrich Häupl mit Verweis
auf den Sicherheitspakt mit dem Bundesministerium für Inneres (BMI).
Das Entscheidende, neben dem Wie, sei jedoch dabei der Zeithorizont
seiner Umsetzung. Häupl betonte, dass - bei einer wachsenden Stadt -
Zusammenlegungen und Schließungen von Wachzimmern und Kommissariaten
sicherlich nicht die Antwort sein könnten. Die Stadt müsse jedenfalls
in eine planvolle, überlegte und bedürfnisgerechte Strukturreform mit
dem BMI eingebunden sein.

Ein weiteres, wichtiges Asset sieht Häupl beim Zusammenleben in
Wien: Mit der "Wiener Charta" sei eine mitteleuropäische Benchmark
entstanden, die bereits von der EU aufgenommen wurde und bereits ihre
Anwendung finde. "Der Charta-Prozess wird fortgesetzt, denn er hat
uns eine ganze Menge gebracht", versicherte Häupl.

Eine weitere wichtige Frage sei selbstverständlich die der
Finanzierung: Der Schlüssel hierfür sei eine "wissensbasierte
Ökonomie", so Häupl. Die Strukturen der Wirtschaft und des
Arbeitsmarktes in der Stadt bedürften einer "Ökonomie der rauchenden
Köpfe, statt der rauchenden Schornsteine", so der Bürgermeister.
"Wissenschaft, Technologie, Bildung und Innovationen sind kein
"Spleen" von mir, sondern von immanenter Bedeutung für die Zukunft
dieser Stadt, für den Erhalt der Lebensqualität und den Erhalt des
Wohlstandes." Denn der produzierende Bereich würde nur mehr ein
Sechstel der Menschen, die im Dienstleistungsbereich arbeiten,
beschäftigen. Daher sei der Bildungsweg auch konsequent fortzusetzen,
er sei im "ureigensten Interesse Wiens". Das beinhalte auch eine
"innere Schulreform". Die Unis bildeten einen weiteren Baustein der
wissensbasierten Ökonomie. Die verschiedenen
Universitätskooperationen gäbe es ohne uns nicht", betonte Häupl.

"Ich möchte, dass Wien in zwanzig Jahren für seine "Start Ups"
weltweit berühmt ist", bekannte Häupl. Es gelte die Innovationskraft
zu forcieren und in Wirtschaftskraft umzusetzen. Die Voraussetzung
für sozialen Zusammenhalt jetzt und in Zukunft sei schließlich
wirtschaftliche Stabilität. "Die wissensbasierte Ökonomie und die
Ausbildungen der Zukunft sollen genau das bewerkstelligen - die wahre
Stabilisierung unserer Gesellschaft, unserer Demokratie", schloss der
Wiener Bürgermeister.

Videos der Klubklausur unter: http://www.youtube.com/spoew
Fotos der Klubklausur unter: http://www.flickr.com/photos/spoewien

(Schluss)

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | DS1

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel