- 13.03.2013, 22:11:21
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Bischöfe (2): Alois Schwarz und Manfred Scheuer tief beeindruckt
Der Kärntner Diözesanbischof Alois Schwarz zeigte sich in einer
ersten Reaktion "tief dankbar" gegenüber den Kardinälen, dass sie
Kardinal Jorge Mario Bergoglio zum neuen Papst gewählt haben. Er
sei, so Schwarz, "sehr berührt" vom ersten Auftritt des neuen
Papstes und von dessen "Gestus der Demut und spiritueller Kraft".
Dass der neue Papst den Namen Franzikus gewählt habe, sei
gewissermaßen auch Programm. "Der neue Papst weiß, was es bedeutet,
auf der Seite der Armen und mit den Armen zu leben", so Bischof
Schwarz.
Papst Franziskus I. sei, so der Kärntner Bischof, ein "Garant für
die Einheit der Katholischen Kirche" und stehe vor der
Herausforderung, gleichzeitig Einheit und Vielfalt der Kirche zu
wahren und zu stärken. Der neue Papst werde mit seinem Charisma als
"erster Botschafter des Evangeliums" die Kirche zu einem großen
inneren Selbstbewusstsein führen und vermitteln, "dass die Botschaft
des Evangeliums auch heute ein Lebensprogramm für alle Menschen ist".
Als "starker Verkünder des Glaubens" werde sich Franzikus I. durch
sein Zeugnis der Einfachheit mit großem Einfühlungsvermögen,
Sensibilität und gläubigem Optimismus seelsorglichen Fragestellungen
stellen und einen neuen Blick auf die Situation der Kirche in Europa
einbringen. Der neue Papst werde aufgrund seiner Herkunft in
besonderer Weise eintreten für die Bekämpfung von Armut und
Korruption und sich einsetzen für Gerechtigkeit und Frieden sowie
für die Bewahrung der Schöpfung.
Die Suche nach Gott sowie eine verständliche Sprache und Vermittlung
des Glaubens seien in einer zunehmend säkularisierten Gesellschaft
die großen Zukunftsthemen. Der neu gewählte Papst Franzikus I. werde
weltweit auch Brückenbauer sein im Dialog mit den Nichtglaubenden
sowie mit den anderen Religionen, vor allem mit dem Islam.
Scheuer: Bewegende Segensgeste
Wie so viele zeigte sich auch Bischof Manfred Scheuer in einer
ersten Stellungnahme "ziemlich überrascht" über die Wahl des
Argentiniers. "Bergoglio gilt als Kardinal der Armen mit einem
einfachen und bescheidenen Lebensstil. Die Geste, sich zuerst segnen
zu lassen und dann den Segen zu spenden, war bewegend."
Bischof Scheuer sieht es als sehr wahrscheinlich an, dass in Zukunft
Fragen der Armut und die Auswirkungen der Globalisierung und der
Gerechtigkeit stark im Zentrum der Kirche stehen werden: "Ob der
Name Franziskus I. wegen Franz von Assisi oder dem Hl. Francisco de
Borja, dem dritten Jesuiten-General, gewählt wurde, kann ich nicht
beurteilen, das muss der neue Papst noch erklären."
Der erste Eindruck zeuge von einer spirituellen Tiefe und Demut.
Scheuer: "Ich bin überzeugt, dass Franziskus I. mit der
ignatianischen Unterscheidung der Geister und mit der
zuversichtlichen Grundhaltung Gott in allen Ereignissen und Dingen
zu suchen und zu finden, sein Amt ausüben wird."
(forts. mgl.) nem/pwu/
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