- 13.03.2013, 21:45:21
- /
- OTS0255 OTW0255
Bischöfe zu neuem Papst: Ihm liegt Dienst an den Armen am Herzen
Kothgasser: Papst Franziskus I. ist einer, der mit dem Evangelium direkt auf die Menschen zugeht - Ludwig Schwarz: Neuer Papst kennt Not in Ländern des Südens - Küng: Wahl gibt Hoffnung für die Zukunft
Utl.: Kothgasser: Papst Franziskus I. ist einer, der mit dem
Evangelium direkt auf die Menschen zugeht - Ludwig Schwarz:
Neuer Papst kennt
Not in Ländern des Südens - Küng: Wahl gibt Hoffnung für die
Zukunft =
Wien, 13.03.13 (KAP) Dem neuen Papst Franziskus I. liegt der Dienst
an den Armen und der Dienst für die Gerechtigkeit am Herzen: Das
sagte der Salzburger Erzbischof Alois Kothgasser in einer ersten
Reaktion auf die Wahl von Kardinal Jorge Mario Bergoglio zum neuen
Papst. Dass mit seinem neuen Namen ein Programm verbunden sei, das
für die Menschenfreundlichkeit Gottes und die Nähe zu den Menschen
stehe, sei höchst erfreulich. "Franziskus I. steht für die optionale
Vorrangigkeit des Dienstes an die Armen", so Kothgasser.
Gerade als Jesuit, der aus Argentinien stammt, könne der neue Papst
viel zur Ökumene beitragen: "Der Papst wird fortsetzen, was sein
Vorgänger versucht hat. Als Erzbischof von Buenos Aires kennt er
viele Christen anderer Konfessionen und als Jesuit ist ihm eine
echte Offenheit für das Miteinander der Christen auf der ganzen Welt
ein wirkliches Anliegen. Dem neuen Papst ist bewusst, dass im
dritten Jahrtausend dieses Miteinander höchst notwendig und
dringlich ist", so Erzbischof Kothgasser.
Er schätzt den neuen Papst als konsequenten Menschen ein, der auf
die Menschen im Sinne des Evangeliums zugehe und darin die Frohe
Botschaft lebe und zu verwirklichen suche. Der Salzburger Erzbischof
kennt Argentinien von mehreren Besuchen her und er habe stets die
"Offenheit und Einfachheit" in diesem Land, das "für die katholische
Kirche von großer Bedeutung ist", geschätzt.
Schwarz: Fürsprecher für Notleidende
Die erste Reaktion vom Linzer Diözesanbischof Ludwig Schwarz auf den
neuen Papst: "Ich freue mich, dass ein Lateinamerikaner zum neuen
Papst gewählt wurde. Mit ca. 700 Millionen Katholikinnen und
Katholiken bildet die Kirche in Lateinamerika die Hälfte der
Weltkirche. Der neue Papst kennt die große Not in den Ländern des
Südens und wird ein Fürsprecher für die notleidenden Menschen sein.
Papst Franziskus I. wird die Einheit der Kirche in den Blick nehmen
und möchte alle im Schiff der Kirche begleiten."
Der neue Papst habe sich, so Bischof Schwarz, stets durch einen
bescheidenen Lebensstil ausgezeichnet. "Immer schon hatte er ein
Herz für die Armen und Bedürftigen und wird sich dadurch auch für
die Armen im Sinn des Evangeliums einsetzen. Mit der Wahl seines
Namens bringt Franziskus I. die Wertschätzung für die Lebensform des
heiligen Franz von Assisi zum Ausdruck - dies schätzen auch die
Jugendlichen von heute. Wie sein Namenspatron hat der neue Papst ein
Herz für die Jugend", so der Linzer Bischof wörtlich.
Küng: Überrascht und beeindruckt
Er sei sehr überrascht und zugleich sehr beeindruckt von der Wahl
Jorge Mario Bergoglios zum neuen Papst Franziskus I. gewesen: "Die
Kirche hat wieder einmal gezeigt, dass sie immer für eine
Überraschung gut ist", sagte der St. Pöltner Diözesanbischof Klaus
Küng in einer ersten Stellungnahme. Ihm habe vor allem beeindruckt,
wie der neue Papst "mit großer Ruhe seine ersten Worte gesprochen
hat": "Er hat sofort mit dem Gebet für Benedikt XVI. begonnen und in
aller Demut und Bescheidenheit den Segen gegeben."
Die Papstwahl sei überraschend und erfreulich schnell über die Bühne
gegangen, das gibt "Hoffnung für die Zukunft", so Küng. Papst-Sein
sei eine der größten Herausforderungen, die es geben kann, so der
Diözesanbischof.
Mehr auf www.kathpress.at (forts. mgl.) nem/pwu/
nnnn
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | KAT






