• 13.03.2013, 10:52:29
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Österreichische Umwelttechnik-Branche auf starkem Wachstumskurs

Neue WIFO-Studie belegt Dynamik der Branche

Utl.: Neue WIFO-Studie belegt Dynamik der Branche =

Wien (OTS/PWK146) - Die Ergebnisse einer neuen WIFO-Untersuchung
zur Bedeutung der Umwelttechnikindustrie für die österreichische
Wirtschaft, die heute, Mittwoch, präsentiert wurden, unterstreichen
die Dynamik einer Branche, in der alle wichtigen Indikatoren eine
positive Entwicklung signalisieren: Exporte und Zahl der
Arbeitsplätze steigen, Innovation ist eine Stärke der Branche, und
der Beitrag zur Gesamtwirtschaft wird immer größer.

Die Studie hat das WIFO im Auftrag von Infrastrukturministerium,
Wirtschaftsministerium, Umweltministerium und Wirtschaftskammer
erstellt. Sie ist Teil eines langfristigen Monitorings, das das WIFO
seit den frühen 1990er Jahren über die heimische
Umwelttechnikindustrie durchführt. Über einen Zeitraum von 20 Jahren
zeigt sich das starke Wachstum der heimischen Umwelttechnikbranche.

Drei Viertel des Umsatzes stammen aus dem Export
Wirtschafts- und Energieminister Reinhold Mitterlehner hebt die
steigende Exportorientierung der insgesamt 390 österreichischen
Umwelt- und Energietechnikbetriebe hervor. "Öko-Innovationen 'Made in
Austria' werden weltweit immer stärker nachgefragt. Dass sowohl die
Exporte als auch deren Anteil am Umsatz gestiegen sind, zeigt, dass
unsere Unternehmen wettbewerbsfähig sind und die
Internationalisierungsoffensive des Wirtschaftsministeriums voll
greift. Von den 8,2 Milliarden Euro Umsatz sind bereits über 73
Prozent exportbedingt", so Mitterlehner. Dieser Anteil ist trotz der
zwischenzeitlichen Finanz- und Wirtschaftskrise im Vergleichszeitraum
von 2007 bis 2011 um sieben Prozentpunkte gestiegen.

Innovation in der Umwelttechnik macht sich bezahlt
Infrastrukturministerin Doris Bures sieht die Dynamik auch in
einem produktiven Forschungsumfeld begründet. Die vorliegende Studie
des WIFO bestätigt erneut, dass das Beschäftigungswachstum umso höher
ist, je mehr in F&E investiert wird. "Das starke Wachstum hängt
direkt mit der starken Innovationsbereitschaft zusammen. Mehr als die
Hälfte der Unternehmen profitiert dabei von der öffentlichen
Forschungsförderung. Es macht sich bezahlt, dass das BMVIT in seiner
Innovationsförderung gezielt auf die Bereiche Umwelt, Energie und auf
Produktionstechnologien setzt." In der Forschungsförderung spielen
die vom BMVIT dotierten Förderprogramme von FFG, Klimafonds und die
missionsorientierten Programme des BMVIT für die
Umwelttechnikunternehmen die Hauptrolle.

So viele Jobs wie noch nie
Auch bei den Arbeitsplätzen zeigt die Wachstumskurve steil nach
oben.. "Die Umwelttechnikbranche bringt bereits 28.600
umweltfreundliche green jobs für den heimischen Arbeitsmarkt. Die
Erfolgszahlen und das hohe wirtschaftliche Potential, das in der
Entwicklung und Anwendung innovativer Umwelttechnologien liegt,
belegen klar: Ökologie und Ökonomie sind seit keine Gegensätze mehr-
vielmehr bilden sie eine gewinnbringende Einheit", erklärt
Umweltminister Berlakovich. Mit dem Masterplan green jobs stärkt das
Lebensministerium die Vorreiterrolle Österreichs im
Umwelttechnikbereich und treibt den Ausbau der zukunftsorientierten
green jobs konsequent voran.

Positiver Beitrag für die Gesamtwirtschaft
WKÖ-Präsident Christoph Leitl betont den Service der
Außenwirtschaft Austria für die österreichischen Betriebe beim
Erschließen neuer Märkte. "Pro Jahr führen wir weltweit über 100
Missionen allein für diesen Technologiebereich durch, diese
Schwerpunktsetzung trägt mit dem Anstieg der Exporterlöse von rund 4
auf 6 Mrd. Euro reichlich Früchte. Der Exporterfolg der Branche
strahlt auf andere Wertschöpfungsebenen aus, die durch die steigende
Nachfrage vom Wachstum der Umwelttechnikwirtschaft profitieren."

WIFO: Relevanz von Umweltschutztätigkeiten hat sich verändert
Seit der ersten Erhebung und Hochschätzung dieses
Wirtschaftssektors im Jahr 1993 hat es laut WIFO-Studienautorin
Angela Köppl kontinuierliche Zuwächse bei der Anzahl der Unternehmen
sowie den zentralen Wirtschaftsindikatoren Umsatz, Beschäftigung und
Exporte gegeben. Seit Mitte der 1990er Jahre hat sich der Umsatz auf
8,2 Milliarden Euro im Jahr 2011 mehr als verfünffacht, die
Beschäftigung ist um mehr als 17.000 auf 28.600 Personen gewachsen.

Das stark überdurchschnittliche Wachstum konnte auch in den
Krisenjahren gehalten werden. Zum Vergleich: 2007 beschäftigten die
Umwelttechnikunternehmen 22.000 Arbeitnehmer und erwirtschafteten
einen Umsatz von sechs Milliarden Euro.

Die österreichische Umwelttechnikindustrie zeichnet sich damit
durch eine kontinuierlich steigende Wirtschaftsleistung aus.
Innerhalb der Branche hat es in dieser Zeitperiode durchaus
strukturelle Veränderungen gegeben, das heißt, die Relevanz einzelner
Umweltschutztätigkeiten und Umweltschutzbereiche hat sich über die
Zeit verändert. Köppl: "Dies ist allerdings durchaus als positive
Reaktion auf Nachfrage bestimmende Faktoren wie Veränderungen in den
umweltpolitischen Schwerpunktsetzungen zu sehen."

Der positive Trend spiegelt sich auch in der zunehmenden relativen
Bedeutung der Umwelttechnikindustrie wider. Die Umsätze der
Umwelttechnik lagen 2011 bei rund 5% der Produktion der gesamten
Sachgütererzeugung. Auch der Anteil der Beschäftigten erreichte mehr
als 5%. (PM)
Weitere Informationen: http://wko.at/umwelttechnik

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