- 12.03.2013, 13:14:46
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SJ-Hanke: Wiener Volksbefragung - ein starkes Zeichen gegen Privatisierung!
Wien (OTS/SPW) - Erfreut zeigt sich die Vorsitzende der
Sozialistischen Jugend Wien, Marina Hanke, über das vorläufige
Ergebnis der Wiener Volksbefragung: "Schon jetzt kann man sagen, dass
sich die Wienerinnen und Wiener eindeutig gegen Privatisierungen
ausgesprochen haben."****
Das endgültige Ergebnis müsse man zwar noch abwarten, doch eine
starke Veränderung erwartet Hanke nicht. "Öffentliche Versorgung hat
in Wien Tradition - und die Bevölkerung weiß das zu schätzen!" Die
Profitorientierung privater Anbieter würde dem
Grundversorgungsgedanken widersprechen, der für öffentliche
Leistungen notwendig ist. Daher dürfe es keine Experimente mit
privaten Anbietern im öffentlichen Versorgungsbereich geben. "Auch
wenn man glaubt durch den Verkauf an Private kurzfristig einen Gewinn
machen zu können, wird es der Stadt in Zukunft noch teurer kommen und
die Bevölkerung wird früher oder später Verschlechterungen zu spüren
bekommen." Denn Einsparungen bei der Leistung seien notwendig für
private Anbieter, um den eigenen Profit zu steigern, wie es bei
vielen Beispielen in anderen Ländern erkennbar sei. Dadurch ergeben
sich völlig widersprüchliche Interessen in der öffentlichen
Versorgung:
"Private Unternehmen wollen möglichst wenig ausgeben und möglichst
viel verdienen - die KundInnen wollen möglichst viel Leistung für
möglichst wenig Geld. Nach der Logik privater Unternehmen ist es
vollkommen unmöglich, sämtliche Leistungen in optimaler Qualität
anzubieten und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass alle ihre
MitarbeiterInnen angemessene Arbeitsverträge haben, denn durch all
das würde sich natürlich ihr Gewinn reduzieren und sie wären nicht
mehr wettbewerbsfähig. Eine 'natürliche' Regulation von Angebot und
Nachfrage, bei der am Ende alle das haben, was sie brauchen, gibt es
nicht. Das ist ein neoliberaler Mythos. Privatisierung bedeutet
Gewinn auf Kosten der Bevölkerung. Für uns als Sozialistische Jugend
ist klar, dass bei der Versorgung das Interesse der Bevölkerung im
Vordergrund stehen muss und nicht der Profit eines Unternehmens",
erklärt Hanke.
Daher sei es notwendig, dass zumindest die öffentlichen Leistungen
von Privatisierung verschont werden. Die Bevölkerung Wiens hat
Privatisierungen nun auch bei der Volksbefragung eindeutig abgelehnt.
"Dieses Ergebnis ist sehr wichtig für die Zukunft Wiens", meint Hanke
abschließend. "Vor allem weil wir die Privatisierungs-Fans ab jetzt
immer wieder daran erinnern werden." (Schluss)
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