• 11.03.2013, 18:00:09
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Concrete Student Trophy 2013 Neues Wasserkraftwerk für BürgerInnen gesucht

Wien (OTS) - Jedes Jahr eine neue, spannende Herausforderung und ein
Fixtermin bei Österreichs BauingenieurInnen und ArchitektInnen in
Ausbildung ist die Concrete Student Trophy. In einem
interdisziplinären Prozess sollen gemischte Studententeams für ein
bestehendes Wasserkraftwerk in Scheibbs, Niederösterreich, ein neues
multifunktionales Nutzungskonzept entwickeln. Die Anlage soll als
Niederdruckkraftwerk geplant werden und neben der Erzeugung von
Energie auch als architektonischer Blickfang fungieren. Die Concrete
Student Trophy wird heuer bereits zum achten Mal ausgelobt. "Die
ausgeschriebenen Projekte sind praxisorientiert und haben auch
realistische Chancen auf Umsetzung, wenn die Rahmenbedingungen
passen", freut sich DI Felix Friembichler, Geschäftsführer der
Vereinigung der Österreichischen Zementindustrie (VÖZ). Die
Einreichfrist endet am 11. Oktober 2013.

Für das Projekt "Brandstatt" im Raum Scheibbs an der Erlauf sollen
ein Nutzungskonzept und eine wirtschaftliche Kraftwerkslösung
entstehen, die mit einem architektonischen, tragwerksplanerischen und
wasserbaulichen Entwurf am Ort einer bestehenden alten Wehranlage mit
angeschlossenem Kraftwerk einhergeht.

Attraktiv, multifunktional und nachhaltig

Neben der effizienten Gewinnung erneuerbarer Energie liegt der
Fokus auf der architektonischen Ausgestaltung des Bauvorhabens.
Gewünscht wird ein attraktiver Entwurf, der Technik und die
besonderen Qualitäten einer Landmark in Einklang bringt. Den
BewohnerInnen als auch BesucherInnen der Stadt soll ein Highlight mit
ökonomisch-ökologischem Mehrwert geboten werden. Das könnte eine
Besucherplattform sein, in Form einer Brücke oder Aussichtsterrasse
über der Erlauf, oder ein Schaukraftwerk für Schulkinder. Betreiber
der zukünftigen Anlage ist die EVN Naturkraft. Die Ökostromtocher des
niederösterreichischen Landesenergieversorgers EVN ist auch
Ideengeber der Concrete Student Trophy 2013.

Nachhaltige Gewässer

Das neue Kraftwerk soll den bewussten Umgang mit wertvollen und
natürlichen Ressourcen sichtbar machen. So ist die Einplanung von
Laichzeiten ebenso unumgänglich wie Hochwasser während der Bauzeit.
Um den ökologischen Zustand und den natürlichen Fischbestand zu
schützen, sind auch Fischaufstiegshilfen einzuplanen. "Dieses Projekt
erfordert eine verantwortungsvolle Planung, hohe Sensibilität und
großes Know-how. Wir erhoffen uns mit diesem Projekt auch Chancen auf
eine mögliche Realisierung", so Friembichler. "Bei dieser Bauaufgabe
greifen alle einzelnen Entwurfselemente wie Zahnräder ineinander -
das ist ganz in unserem Sinne, wo es doch unser Ziel ist, die
einzelnen Studienrichtungen miteinander konstruktiv zusammenzubringen
und an den wichtigen, strategischen Berührungspunkten eng miteinander
zu verknüpfen."

Wettbewerb fordert die Studententeams enorm

Zu den wichtigsten Kriterien zählen die architektonische Idee, die
Gestaltungsqualität, der visuelle Gesamteindruck, die naturnahe
Einbindung in ein sensibles Gebiet sowie die technischen Aspekte. Das
sind insbesondere die wasserbaulichen und
energiewasserwirtschaftlichen Gesichtspunkte wie hydraulische und
betriebliche Funktionalität sowie Durchführbarkeit. Zu beachten sind
nachhaltige Faktoren wie Umwelt, Sicherheit, Wartung und Erhaltung.
Auch die Kosten-Nutzen-Relation bei der Errichtung und die
Wirtschaftlichkeit beim Betrieb des Kraftwerkes dürfen nicht außer
Acht gelassen werden.

Vielfältigkeit und Leistungsstärke von Beton

Der Werkstoff Beton spielt für die Konstruktion die Hauptrolle.
"Wasser ist eines der großen Naturelemente. Nur ein Baustoff, der
resistent gegen Eis ist oder dem großen Druck von Hochwasser
standhält, kann hier zum Einsatz kommen. Dazu kommt noch die
Vielfältigkeit des Materials für die Architektur. Durch die
Zusammenarbeit der einzelnen technischen Studienrichtungen findet das
Abwägen aus unterschiedlichen Blickwinkeln statt und genau das ist
unser Ziel: Ein Resultat, das interdisziplinär entsteht und einem
wohldurchdachten Konsens als ästhetischer Entwurf entspricht", so
Friembichler.

Teilnehmer und Träger

Teilnahmeberechtigt an der Concrete Student Trophy 2013 sind
bundesweit Studierende der Architektur- und Baufakultäten der
österreichischen Universitäten. Es werden ausschließlich Teams aus
mindestens je einem/einer Bauingenieur- bzw. Wasserbau- und
einem/einer ArchitekturstudentIn zugelassen. Eingereicht werden
können nur in Teamarbeit ausgeführte interdisziplinäre
Seminararbeiten, Projektarbeiten bzw. Entwürfe, die der
Themenstellung entsprechen und im Rahmen einer Lehrveranstaltung
abgegeben und für das Studium positiv bewertet worden sein.

Getragen wird der Wettbewerb durch ein Konsortium aus EVN
Naturkraft Erzeugungsgesellschaft m.b.H., Doka GmbH, HABAU Hoch- und
Tiefbaugesellschaft m.b.H., PORR GesmbH und STRABAG AG, iC
consulenten Ziviltechniker GesmbH, Verband Österreichischer Beton-
und Fertigteilwerke (VÖB), Güteverband Transportbeton (GVTB) und
Vereinigung der Österreichischen Zementindustrie (VÖZ), unter der
fachlichen Begleitung der der TU Wien und TU Graz sowie der
Universität für Bodenkultur. Die Concrete Student Trophy 2013 ist mit
insgesamt 12.000 Euro dotiert.

Die Jury

Bürgermeisterin Christine Dünwald, Stadtgemeinde Scheibbs, GF Ing.
Peter Neuhofer, Lieferbeton GmbH (Cemex), Präsident des Güteverbandes
Transportbeton, ao. Univ. Prof. DI Dr. nat. techn. Bernhard Pelikan,
Universität für Bodenkultur Wien, Institut für Wasserwirtschaft,
Hydrologie und Konstruktiven Wasserbau, DI Dr. Wilhelm Reismann, iC
consulenten ZT GesmbH, Vizepräsident des Verbandes der
Ziviltechniker- und Ingenieurbetriebe (VZI), Architektin GF DI Julia
Taubinger, JULAND GmbH, Wien, GF DI Hubert Wetschnig, Porr Bau GmbH,
GF DI Friedrich Zemanek, EVN Naturkraft Erzeugungsgesellschaft m.b.H.

Die einzureichenden Unterlagen sind bis 11. Oktober 2013, 12:00
Uhr unter dem Stichwort "Concrete Student Trophy 2013" an die
Zement+Beton Handels- und Werbeges.m.b.H, Reisnerstraße 53, A-1030
Wien zu übermitteln. 22. Oktober 2013: Jury bestimmt die besten
Projekte (max. 10), 7. November 2013: EinreicherInnen präsentieren
ihre Arbeiten vor der Jury, 19. November 2013, 17.00 Uhr:
Preisverleihung im Rahmen eines Festaktes an der TU Wien.

Ausschreibungsunterlagen stehen unter dem Stichwort "Concrete
Student Trophy 2013" zur Verfügung:
[email protected], Download:
www.zement.at/concretestudenttrophy; www.zement.at

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