• 11.03.2013, 13:50:29
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Zinggl: Konsequenzen aus MAK-Skandal ziehen

Ministerium muss seine Aufsichtspflicht wahrnehmen

Utl.: Ministerium muss seine Aufsichtspflicht wahrnehmen =

Wien (OTS) - "Das Ergebnis der Rechnungshofprüfung des Museums für
Angewandte Kunst (MAK) liegt am Tisch. Nun ist es Zeit, daraus die
richtigen Schlüsse zu ziehen", sagt Wolfgang Zinggl, Kultursprecher
der Grünen. "Ich habe diese Prüfung im Jänner 2011 veranlasst,
nachdem immer mehr Skandalöses aus dem MAK bekannt wurde. Bei
Prasserei auf Regimentskosten, jenseitigen Repräsentationsspesen,
privater Mitschneiderei, Trickserei mit Besucherzahlen und einer
postfeudalen Führungskultur hört sich nämlich der Spaß auf."

Es liegt nun am Bundesministerium für Unterricht und Kunst, seine
Aufsichtspflichten über die Museen wahrzunehmen bzw. im notwendigen
Maß auszubauen. "Wenn das MAK 1.170 Metallobjekte an Museen oder
Private abgegeben hat, was bedeutet da ,abgegeben'? Wurden die
verschenkt, verkauft, verborgt, kommen die zurück? Da stellen sich
eine Menge Fragen. Wer haftet für verlorengegangene Objekte?", will
Zinggl wissen. Auch die manipulierten Besucherzahlen - und hier ist
das MAK kein Einzelfall - legen nahe, dass es eine unabhängige
Kontrolle durch das Ministerium braucht.

Schließlich sollte das Ministerium Richtlinien zur Reisetätigkeit
erlassen. Direktoren sollten sich ihre Reisen im Sinne der
Sparsamkeit und Zweckmäßigkeit nicht selbst genehmigen dürfen. In den
meisten Fällen sollten diese Reisen stattdessen von den Kuratoren
oder der Produktionsleitung wahrgenommen werden.
"Viele dieser überfälligen Verbesserungen sollten auch für
Landesmuseen gelten", so Zinggl abschließend.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | FMB

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