- 08.03.2013, 21:18:01
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Neues Volksblatt: "Die Ausländer" (von Markus Ebert)
Ausgabe vom 9. März 2013
Utl.: Ausgabe vom 9. März 2013 =
Linz (OTS) - Die Kärntner Freunde von der FPK an die Brust nehmen, in
Niederösterreich mit der Rosenkranz-Garde abfahren: So zackig, wie
sich FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache die Aufräumarbeiten nach dem
verlustreichen Wahlsonntag vorgestellt hatte, läuft es nicht. Was
umgekehrt bedeutet: So ein Schwergewicht als Bundesparteichef ist
Strache auch wieder nicht, wenn selbst in den Stunden der Niederlage
bei den Landesparteien noch die Kraft da ist, den Wünschen des Chefs
zu trotzen.
Für einen, der sich bereits zum Kanzlerkandidaten hochstilisiert hat,
ist das imagemäßig doch ein ziemlicher Knacks. Statt auf Augenhöhe
mit Werner Faymann um die Vorherrschaft zu rittern, muss sich Strache
plötzlich mit Frank Stronach um Platz 3 duellieren - zumindest in der
gewohnt zugespitzten Darstellung des Boulevards.
Dass Strache plötzlich eine Liga tiefer mitspielt, führte ihm das BZÖ
vor Augen. "In der FPÖ geht es nur mehr um Geld, Macht und Posten",
spottete Josef Bucher, und - zu Gerüchten, Dörfler oder Dobernig
könnten zu seiner Partei wechseln: "Im BZÖ haben nur Leute mit
Anstand und Charakter Platz."
Wo die FPÖ den Ausweg aus dem Dilemma der negativen Schlagzeilen
sieht, hat Strache schon angedeutet und sicherheitshalber vor einer
"massiven Einwanderung von Wirtschaftsflüchtlingen" gewarnt. Motto:
Haut's daheim nicht hin, hauen wir die Ausländer.
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