Schultes: Ja, Österreich ist Vorreiter im Bienenschutz!

Österreich ist für die EU ein taugliches Vorbild

Wien (OTS/ÖVP-PK) - "Die Österreichische Landwirtschaft hat im Gegensatz zu anderen EU-Mitgliedsländern rasch und ergebniseffizient auf neue Erkenntnisse über Nebenwirkungen von Neonikotinoiden reagiert. Die Wirksamkeit ist bewiesen. Unsere Maßnahmen und Strategien schließen im Gegensatz zu anderen Ländern den Verzicht auf gentechnisch veränderten, Insekten resistenten Mais mit ein. Es ist traurig, dass Grüne und ihr Team Global 2000 auf dem Rücken der Imker und Landwirte mit Spekulationen, nicht fundierten und nicht abgeschlossenen Studien sowie Horrorszenarien die Bevölkerung verunsichern wollen und damit auch das Produkt Honig in Mitleidenschaft ziehen" entgegnet heute, Freitag, ÖVP-Umweltsprecher Abg. Hermann Schultes.

Die Europäische Kommission wurde betraut, Risiken für Bienen zu bewerten, die in einem möglichen Zusammenhang mit dem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln stehen könnten. In einigen Fällen konnte die EFSA (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) aufgrund unzureichender und mangelhafter Daten die Untersuchungen nicht beenden. Wo die Untersuchungen abgeschlossen werden konnten, hat die EFSA in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern der EU-Mitgliedsländer keine konkreten Schlüsse ziehen können, sondern konnte wiederum nur ein potentielles Risiko nicht ausschließen. Klar ist aber, dass in der Risikoabwägung alternative Strategien problematischer sind. Darüber hinaus basieren Bewertungen auf Kriterien, welche von der EFSA erst Anfang 2012 festgelegt wurden. Diese sind noch nicht allgemein anerkannt. Bis jetzt gültige und validierte Risikobewertungen wurden nicht beachtet.

"Der Schutz der Biene ist wichtig. Schutz und Sicherheit für die Gesundheit der Bienen wird aber nur gewährleistet sein, wenn Maßnahmen gesetzt und ergriffen werden, die Varroa-Befall und sonstige Bienenkrankheiten oder Virosen besser verringern. Die Forschung ist zu intensivieren, die Datenerhebung hat transparent und nachvollziehbar zu erfolgen, damit Unebenheiten und Lücken in Untersuchungen geschlossen werden, in der Landwirtschaft wie auch bei den Imkern. Ökonomische Schäden, die durch Schad-Insekten in den landwirtschaftlichen Kulturen verursacht werden, und vertretbare Strategien, die mit minimiertem Risiko Bedrohungen gut abdecken, sind in einer auch andere Fragestellungen umfassenden Bewertung durch die EFSA dringend einzufordern. Schutz vor Schäden durch Insekten und Schutz anderer Insekten vor Schäden wird immer ein Spannungsfeld bleiben. Eine umfassende Güterabwägung hat zu erfolgen", schließt Schultes.
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