- 08.03.2013, 11:38:11
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Pirklhuber: ÖVP muss Bienenschutzblockade beenden und bienengefährliche Pestizide verbieten
Grüne wollen Österreich als Vorreiter im Bienenschutz, nicht als Bremser
Utl.: Grüne wollen Österreich als Vorreiter im Bienenschutz, nicht
als Bremser =
Wien (OTS) - Kommende Woche kann ein Verbot der bienengefährlichen
Beizmittel auf den Weg gebracht werden. In Österreich wird am
Dienstag die letzte Sitzung des parlamentarischen Unterausschuss
Pflanzenschutz stattfinden. Dieser beschäftigt sich mit Anträgen für
ein Verbot der bienengefährlichen Beizmittel - der sogenannten
Neonicotinoide. Am kommenden Donnerstag und Freitag treffen sich dann
VertreterInnen aller 27 EU-Mitgliedsstaaten in einem EU-Ausschuss.
Dort soll über den Antrag der EU-Kommission abgestimmt werden, den
Einsatz von Neonicotinoiden zu verbieten.
"Die ÖVP muss jetzt endlich Farbe bekennen, ob sie die Bienen wirksam
schützen will oder bei ihrem Kniefall vor der Chemielobby bleibt.
Gemeinsam mit UmweltschützerInnen und ImkerInnen fordern wir seit
Jahren ein Verbot der bienengefährlichen Beizmittel - in einem ersten
Schritt für den Maisanbau. Seit Februar vergangenen Jahres behandeln
wir unsere diesbezüglichen Anträge in einem parlamentarischen
Unterausschuss. Die wissenschaftlichen Fakten liegen auf dem Tisch",
erläutert Wolfgang Pirklhuber, Landwirtschaftssprecher der Grünen.
Auch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) kam in
ihrer Bewertung der wissenschaftlichen Daten zu dem Schluss, dass die
Verwendung der Neonicotinoide nur bei Nutzpflanzen, die für
Honigbienen uninteressant sind, als akzeptabel betrachtet werden
können. Auf dieser Grundlage tritt die EU-Kommission für ein
Aussetzen der Zulassung für vorerst zwei Jahre ein.
"Die österreichische Bienenstudie belegte eindeutig den Zusammenhang
zwischen Bienensterben und den Neonicotinoiden. Zahlreiche
internationale Studien kommen zu diesem Ergebnis. Auch die EFSA
bestätigt diese Erkenntnis. Dennoch wird die ÖVP nicht müde, immer
neue Ausflüchte gegen einen wirksamen Bienenschutz vorzubringen - der
Lobbyismus der chemischen Industrie trifft leider auch in Österreich
auf offene Ohren, das muss endlich ein Ende haben", meint Pirklhuber.
Der österreichische Versuch, das Bienensterben durch Auflagen bei der
Beizung zu verhindern, war nicht von Erfolg gekrönt. Beispielsweise
wurde versucht, die Staubbildung bei der Aussaat zu verringern.
Dennoch kam es weiter zum Massensterben der Bienen. "Die ÖVP kann
kommende Woche dazu beitragen, dass Österreich Vorreiter im
Bienenschutz wird oder weiter auf ihre Bremser-Rolle bestehen. Wir
Grünen werden alles daran setzen, dass der Bienenschutz endlich
Realität wird", sagt Pirklhuber.
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