• 07.03.2013, 12:55:42
  • /
  • OTS0174 OTW0174

Auer: Gesunde Umwelt und vitale Bergbauern brauchen weiter 50:50 Kofinanzierung

Erfolgsformel Ländliche Entwicklung fortführen - Sozialistische Stolpersteine unnotwendig

Utl.: Erfolgsformel Ländliche Entwicklung fortführen -
Sozialistische Stolpersteine unnotwendig =

Wien (OTS) - Brüssel hat auf die starken Argumente Österreichs für
die zweite Säule, die Ländliche Entwicklung (LE), aus der Umwelt- und
Bergbauernprogramme finanziert werden, positiv reagiert und das
Finanzierungsvolumen für die Periode 2014 bis 2020 kaum gekürzt.
"Jetzt ist es umso wichtiger, dass die Zusagen der Bundesregierung
zur nationalen Kofinanzierung eingehalten werden, um dieses Programm
erfolgreich fortzusetzen. Österreich gilt als Umweltmusterland.
Unsere Bergbauernregion mit der Almwirtschaft ist in Europa
einzigartig", sagte Bauernbund-Präsident Jakob Auer im Hinblick auf
die Mittelverteilung und Kofinanzierung der LE. In den kommenden
Monaten wird in Wien nämlich festgelegt, welche Programme finanziert
werden. Auer begrüßte dazu den von Landwirtschaftsminister Niki
Berlakovich heute, gemeinsam mit Vizekanzler Michael Spindelegger,
gestarteten Strategieprozess "Allianz fürs Land", wo in den kommenden
Monaten die LE-Programme öffentlich und transparent diskutiert
werden.

Österreich ist Vorzugsschüler bei Umweltstandards

Schon bisher werden 72 Prozent der Gelder in Umwelt, Klimaschutz,
Biodiversität, Bodenschutz oder etwa die - gesellschaftlich
erwünschte - Erhaltung der Kulturlandschaft ausgegeben. "Diese
Programme sind gesellschaftlich erwünscht und genießen bei der
Bevölkerung höchsten Stellenwert", ist der Bauernbund-Präsident stolz
auf die ökologische und nachhaltige Ausrichtung der österreichischen
Landwirtschaft. "Ohne entsprechende Finanzierung könnten die
Agrarumweltprogramme sicher nicht in der jetzigen Qualität
fortgesetzt werden", stellte Auer klar, dass Umweltschutz nicht
gratis sein kann. "Höhere Umweltstandards kosten Geld und mindern
häufig den Ertrag. Umweltmaßnahmen bringen in der Regel also einen
Wettbewerbsnachteil mit sich, den der Landwirt vom Markt nicht
abgegolten bekommt", erklärte Auer.
"Wirtschaftsforscher bestätigen hingegen die hohe Rentabilität, weil
jeder Euro 1:1 von der Landwirtschaft investiert wird. Die LE-Mittel
laufen wie ein hochtouriger Investitionsmotor", erklärt Auer, dass
Kaufkraft und Wohlstand am Land durch die kofinanzierten EU-Mittel
gepusht werden. "Ein Tourismus ohne gepflegte Landschaften und
gesunde Umwelt wäre in Österreich undenkbar", verweist Auer auf
nachgelagerte, aber umso relevantere, Effekte für die
Gesamtwirtschaft. Etwa 10 Prozent der Mittel fließen sogar direkt in
Wirtschaftsförderung, Infrastruktur, Tourismus und Dorferneuerung,
die nicht-agrarischen Betrieben zugute kommen. "Hier fahren
Energiedienstleister, Firmen und Gemeinden bequem im Rucksack der
Bauern mit", kritisierte Auer das Bild, das durch solche
Verschränkungen in der Öffentlichkeit entsteht.

Sozialistische Stolpersteine für Landwirte unerwünscht

"Sozialistische Querschläge, die trotz fraktionsübergreifend
geschlossener Kompromisse, im EU-Parlament das LE-Paket und die
Greening-Regelungen wieder aufschnüren wollen, sind absolut
entbehrlich", so Auer. "Wieso fällt es einigen Sozialdemokraten so
schwer, nachzuvollziehen, dass die österreichische Form der
Landwirtschaft, die zu 95 % aus kleinen und mittleren
Familienbetrieben besteht, das wichtigste Bollwerk gegen eine
globale, überdimensionierte Agrarindustrie ist", reagierte Auer auf
sozialistische Abänderungsanträge, die im EU-Parlament eingebracht
wurden. "Offenbar verlässt einige Sozialdemokraten jetzt der Mut zu
ursprünglich richtigen Entscheidungen zu stehen", findet der
Bauernbund-Präsident keine andere Erklärung.

Kein Abrücken von bestehendem Kofinanzierungssatz 50:50

Abschließend bekräftigte Auer die Forderung des Bauernbundes, dass
die Kofinanzierung nach dem bisherigen Schlüssel (50:50) erfolgt,
"wonach jeder Brüssel-Euro in Österreich aufgestockt wird. Dank
dieser Erfolgsformel können wir in Österreich, anders als in Italien
oder Frankreich, eine flächendeckende Landwirtschaft und Leben am
Land auch in der Peripherie aufrecht erhalten. Ländliche Entwicklung
ist der Pulsschlag für unsere Dörfer", hielt der Bauernbund-Präsident
Jakob Auer abschließend fest.
(Schluss)

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | AIM

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel